Speichersdorf
18.12.2019 - 14:17 Uhr

Speichersdorfer Gemeindejugend will gehört werden

Ein offenes Ohr für die Belange der Jugend hat die Kommune Speichersdorf schon immer. Doch offene Wünsche gibt es vom Nachwuchs auch für den künftigen Gemeinderat.

Bei der Zukunftswerkstatt 2017 hatten sich die Jugendlichen auch die Umgestaltung des Freizeitgeländes an der Schule gewünscht. Dieser Punkt blieb bislang unerfüllt. Bild: ak
Bei der Zukunftswerkstatt 2017 hatten sich die Jugendlichen auch die Umgestaltung des Freizeitgeländes an der Schule gewünscht. Dieser Punkt blieb bislang unerfüllt.

Mit der Weihnachtssitzung und dem traditionellen Jahresbericht des Jugendbeauftragten Christian Porsch (UBV) schloss der Gemeinderat das ereignisreiche Jahr ab. Wie schon in den zurückliegenden 12 Jahren fasste Porsch die aktuelle Situation in der Jugendarbeit zusammen. "Eine Generation meldet sich zu Wort. Sie ist selbstbewusster geworden und möchte bei der Zukunftsgestaltung gehört werden."

Bei der Zukunftswerkstatt im November 2017 hatte die Kommune die Wünsche der Kinder und Jugendlichen aufgenommen. Teilweise wurden diese bereits umgesetzt. Die alljährliche Jugend-Disco, Sanierung der Schultoiletten, schnelles Internet in Ramlesreuth, freies W-LAN in Speichersdorf und Mitbenutzung des Außenspielgeländes in Haidenaab gehörten dazu. Offen blieben die Bahnhofsanierung samt Umfeld mit Sicherheit in den Bahnunterführungen sowie die Überplanung und Umgestaltung des Freizeitgeländes an der Schule.

Neues Konzept für Treff

Laut Porsch steht nach der Sanierung des Jugendtreffs auch dessen Neuausrichtung mit einem anders gelagerten Konzept an. Dazu bat er, die bislang bereitstehenden Mittel aus dem Gemeindehaushalt auch weiter für die offene Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Er wünschte sich zur professionellen Begleitung einen kommunalen Jugendpfleger mittels einer Halbtagsstelle, für die der Landkreis Fördermittel gewähre. So könne in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden, der Jugendarbeit-an-Schulen-Stelle (JaS), Schule und Caritas das Lebensumfeld der Jugend attraktiver gestaltet werden.

Porsch zollte den in der Jugendarbeit Tätigen großen Respekt für ihre ehrenamtliche Arbeit, die jährlich im Sommerferienprogramm gipfelt. Dazu zählen auch das Bolzplatzturnier, die Mittagsbetreuung und die gut ausgestatteten Kindertagesstätten. Der Redner war der festen Meinung, dass auch Bedarf für ein schulisches Ganztagsangebot besteht.

Erlebnispädagogische Angebote

Die neue Jugendstätte Haidenaab biete der Jugend moderne Räume für Freizeiten. Porschs Dank gilt dem Landkreis für dessen Drei-Millionen-Euro-Investition. Für die Außenspielflächen, die auch für Kinder aus den nahen Ortsteilen zur Verfügung stehen, sind 2021 weitere 300 000 Euro im Kreishaushalt eingestellt. Geplant ist, mit dem Fichtelgebirgsverein eine Kooperation für umwelt- und erlebnispädagogische Angebote zu schaffen. Positiv sah Porsch, dass nun doch die Ausbildungsmesse in der Werner-Porsch-Schule stattfindet. Sein und der Dank von Dolores Longares-Bäumler galt allen Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit, der Gemeindeverwaltung, Bürgermeister und Gemeinderat für die Unterstützung.

"Unser aller Ziel muss eine jugendgerechte Kommune sein. Die Jugend ist unsere Zukunft. Sie müssen wir in unsere Entscheidungen einbinden", schloss der Jugendbeauftragte. Zu den Außenspielflächen der Haidenaaber Jugendstätte erklärte Bürgermeister Manfred Porsch, dass hierzu die Gemeinde einen Zuschuss geben wird.

Bei der Zukunftswerkstatt 2017 hatten sich die Jugendlichen auch die Umgestaltung des Freizeitgeländes an der Schule gewünscht. Dieser Punkt blieb bislang unerfüllt. Bild: ak
Bei der Zukunftswerkstatt 2017 hatten sich die Jugendlichen auch die Umgestaltung des Freizeitgeländes an der Schule gewünscht. Dieser Punkt blieb bislang unerfüllt.
Jugendbeauftragter Christian Porsch. Bild: ak
Jugendbeauftragter Christian Porsch.
 
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