Sportanlage des TSV Kirchenlaibach ein Schmuckstück für Aktive

Speichersdorf
19.07.2022 - 16:31 Uhr

Hoch motivierte Übungsleiter und Betreuer sowie ein engagierter Vorstand: Der TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf blickt nun auch dank schmucker Sportanlagen positiv in die Zukunft.

Mit einem zweitägigen Festprogramm auf dem Sportgelände feierten der TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf, Aktive und Bürger das "Sportfest 2.0" mit Segnung des generalsanierten Sportheimes und der Außensportanlagen. Nach dem sportlichen und gesellschaftlichen Rahmenprogramm traf man sich am Sonntagabend zur ökumenischen Segnung der Umbau- und Investitionsmaßnahmen auf dem Festplatz.

Die ökumenische Andacht zelebrierten die beiden Pfarrer Sven Grillmeier und Jürgen Taegert. Der Posaunenchor eröffnete mit dem Stück "Wunderbarer König". "Viele helfende Hände haben hier ein großes Werk vollbracht und es ambitioniert mit Herz und Verstand fertiggestellt", erklärten die Seelsorger. Sport sei die schönste Nebensache der Welt, er fördere das Zusammenleben und rüste junge Menschen für das Leben.

Arbeiten in Pandemiezeit

Beim Festkommers dankte TSV-Vorsitzender Manfred Porsch allen Helfern und Ehrenamtlichen, die die umfangreichen Umbauten mit 6000 Stunden Eigenleistung unterstützt haben. Sie trugen damit wesentlich zur Generalsanierung und Baukostenminderung bei. Der TSV nutzte die zweijährige Pandemiezeit, um das marode Sportheim und die Sportanlagen ohne Einschränkung des Sportbetriebes zu sanieren und zu modernisieren. Finanziell unterstützt durch die Sportförderung des Freistaates und der Gemeinde investierte der Verein insgesamt 415 000 Euro. Der Eigenanteil des TSV belief sich auf 167 450 Euro. Nicht zu vergessen die Spender, Sponsoren und spendablen Firmen, die ihren Beitrag zum Bauvorhaben leisteten.

Im Betriebsgebäude wurde eine neue Pelletheizung eingebaut, Heizkörper und -leitungen wurden teils erneuert. Das Sportheim erhielt neue Sanitär-, Dusch- und Umkleideräume sowie eine neue Küche. Das TSV-Gelände ist jetzt mit einem Defibrillator ausgestattet. Der A-Rasensportplatz verfügt über eine automatische Beregnungsanlage. Die Flutlichtanlage des B- und C-Platzes wurde auf LED-Technik umgerüstet.

"Durch den Sport vieles gelernt fürs Leben", betonte Landrat Florian Wiedemann und gratulierte zur schmucken Sportanlage. Er hob den hohen gesellschaftlichen Wert der TSV-Jugendarbeit heraus. Das Ehrenamt müsse als Vorbild an die nächste Generation weitergegeben werden. Sport fördere den Teamgeist, Kameradschaft und Gesundheit. Wiedemann übergab einen Fairtrade-Ball an den TSV-Vorsitzenden.

BLSV-Kreisvorsitzender Christopher Huth wertete die Generalsanierung als wichtiges Signal, besonders nach der Pandemie neues Gemeinschaftsgefühl im Sport und Kameradschaft in den Teams zu entwickeln. Das Ehrenamt sei der entscheidende Pfeiler in den Sportvereinen, den es zu stützen gelte. Der TSV habe die Fördermittel gut eingesetzt. Die modernisierten Anlagen sicherten die Zukunft des Sports in der Gemeinde.

Die Gemeinde habe sich mit einer Gesamtförderung von 21 800 Euro an der Finanzierung beteiligt, berichtete Bürgermeister Christian Porsch. In den kommenden Jahren sei der Haushaltsansatz zur Förderung der Jugendarbeit um weitere 3000 Euro erhöht worden. Zudem hob die Kommune den Fördersatz für Investitionen auf 10 Prozent an.

Musikgruppe aus Westafrika

Mit einem einstündigen Toru (Tanz- und Musikvorführung) unterhielt die Musik- und Tanzgruppe Pepit' Arts de Benin die Besucher des TSV-Sportfestes am Sonntagnachmittag. Die Kinder und Jugendlichen aus Benin trommelten, tanzten und sangen nach Art der Kultur ihres westafrikanischen Heimatlandes und erhielten für ihre engagierten Auftritte kräftigen Beifall.

Entstanden ist der Chor, als ein zurückkehrender Soldat sah, wie viele Kinder verwaist und ohne Zuhause auf der Straße lebten. Er sammelte sie um sich und begann mit ihnen Musik zu machen und Trommeln zu bauen, um sie zu beschäftigen und für den Lebensunterhalt zu sorgen. Heute umfasst der Chor insgesamt 60 Kinder. 20 davon sind Waisen. Mit den Touren wirbt die Gruppe für Begegnung sowie kulturellen Austausch, macht aber auch auf die Situation in Benin aufmerksam. Ibukun Koussemou, Integrationsbeauftragter der Stadt Bayreuth, ist auch Prinz von Benin und betreut zusammen mit Susanne Bauer vom Unterstützerkreis Pegnitz die Gruppe. Er hat ein Märchenbuch über die Geschichten seiner Heimat verfasst. Dies wurde als Gastgeschenk überreicht.

Als kleines Dankeschön hatte die Integrationsbeauftragte und Caritas-Mitarbeiterin Dolores Longares-Bäumler Lernmittel wie Stifte und Federmäppchen gesammelt, die sie den Kindern überreichte. Die Gemeinde schloss sich mit einer Spende an. Der TSV erfüllte ihnen gerne ihren Essenswunsch: Es gab Schweinehaxen mit fränkischen Klößen. Am Montagabend gab's ein gemeinsames Fußballtraining mit den TSV-A-Junioren. Einen weiteren Auftritt hat Pepit' Arts de Benin unter anderem am Samstag, 23. Juli, beim Tag der offenen Tür zu "50 Jahre Landkreis Bayreuth".

Hintergrund:

Finanzierung der Modernisierung

  • Gesamtinvestition: 415 000 Euro
  • Eigenanteil des TSV: 167 450 Euro
  • von der Gemeinde: 21 800 Euro
  • Eigenleistung: rund 6000 Arbeitsstunden durch Freiwillige
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