Speichersdorf
27.01.2026 - 12:41 Uhr

"Stolperstufe" in der Sportarena Speichersdorf soll verschwinden

Der Bauausschuss in Speichersdorf plant, die gefährliche "Stolperstufe" im Eingangsbereich der Sportarena zu entfernen. Zudem gab es grünes Licht für mehrere Bauvorhaben.

Der Bauausschuss stellte einhellig fest, dass es sich bei der Treppenplanung in der Sportarena um eine Fehlkonstruktion handelt. Bild: Arnold Koch
Der Bauausschuss stellte einhellig fest, dass es sich bei der Treppenplanung in der Sportarena um eine Fehlkonstruktion handelt.

In seiner ersten Sitzung des neuen Jahres behandelte der Bauausschuss in Speichersdorf sieben Bauanträge und besichtigte den Eingangs- und Treppenbereich in der Sportarena. Bürgermeister Christian Porsch berichtete dem Gremium, dass es von Besuchern der Sportarena über längere Zeit hinweg mehrfach Klagen über die Unfallgefahr an der Treppe im Eingangsbereich der Dreifachturnhalle gibt. Sie besteht darin, dass die geradeläufige Treppe rechtwinklig auf den Eingangsbereich trifft und die letzte Stufe nicht als Treppen- sondern als Podeststufe ausgebildet ist. Beim Herabsteigen entsteht der Eindruck, dass man bereits das Foyerniveau erreicht hat, obwohl man nach links gewendet mit Blick auf den Halleneingang noch eine Podeststufe vor sich hat. Diese wird oft übersehen.

Podest wird zurückgeschnitten

Die Gemeinde suchte zusammen mit dem Sicherheitsbeauftragten bereits mehrfach nach Lösungen, um auf die „Stolperstufe“ hinzuweisen. „Es wurden Warnstreifen an der Podeststufe und Hinweisschilder angebracht, trotzdem kam es zu Stürzen, bei der sich vor allem ältere Besucher verletzten“, berichtete der Rathauschef. Bei der Seniorenweihnachtsfeier wurde extra ein Brandschützer als Helfender am Treppenende abgestellt, um weitere Unfälle zu vermeiden. Der Bauausschuss stellte einhellig fest, dass es sich bei der Treppenplanung um eine Fehlkonstruktion handelt.

Als günstigere Alternative könnte das Podest zurückgeschnitten und eine weitere Treppenstufe daraus gebildet werden, um auf das Niveau des Eingangsbereichs zu gelangen. Diesen Podestrückbau stellte der Ausschuss als kostengünstigste und effektivste Lösung fest. Die Gemeindeverwaltung wird sich um Angebote von Baufirmen kümmern.

Dem Bauausschuss lagen sieben Bauanträge zur Beratung und Beschlussfassung vor. Im Ortsteil Plössen plant der Eigentümer des Anwesens Hausnummer 10 den Umbau des landwirtschaftlichen Anwesens im Bestand. Die beiden Nebengebäude alter Stall und Scheune sollen in fünf barrierefrei zu erreichende Wohnungen auf zwei Stockwerken umgebaut werden. Der Eigentümer des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 12 möchte den früher als Supermarkt und Schreibwarenladen genutzten Teil des Erdgeschosses zu Wohnzwecken umbauen. Darin sollen zwei Wohnungen zusätzlich zum bereits im Obergeschoss vorhandenen Wohnbereich eingebaut werden. Gegen beide Bauvorhaben gab es keine Einwände.

Grünes Licht für Bauvorhaben

Die Gemeinde hat bereits mit der Sanierung des Tiefbrunnens I an der Straße zwischen Haidenaab und Beerhof begonnen. Das alte Brunnenhaus wurde abgerissen. Die Tiefbrunnensanierung steht nun im Frühjahr an. Anstelle des bereits entsorgten Abrissgebäudes soll ein neues kleines Brunnenhaus für den Brunnenkopf, die Pump- und Fördertechnik errichtet werden.

Der Eigentümer des Weileranwesens Teufelhammer 1 plant nahe der Hoffläche ein neues Wohnhaus zu errichten. Dafür würde ein Güllebehälter, Nebengebäude und ein Scheunenteil abgerissen werden. Das neue zweistöckige Einfamilienwohnhaus muss außerhalb des Überschwemmungsbereiches entstehen. Dem Antrag auf Vorbescheid wurde grundsätzlich zugestimmt. Ein junges in Bayreuth lebendes Paar hat die vorletzte, noch nicht bebaute Bauparzelle Hausnummer 43 im Baugebiet Hopfengarten erworben. Auch für dieses Neubau-Vorhaben gab es grünes Licht.

„Schlitten und Rodel gut“, dafür Winterdienst anspruchsvoll. So beschrieb Porsch die aktuelle Situation nach den Schneefällen. Bauhof und Dienstleister sind voll im Einsatz und wurden gelobt. Er bat die Bürgerschaft um Verständnis, da Einschränkungen durch die schwierigen Straßenverhältnisse unausweichlich seien.Die Gemeinde hat sich erneut schriftlich für das Bleiberecht der in Arbeit stehenden Asylanten eingesetzt. Porsch lobte die große Solidaritätsaktion auf dem Kirchplatz.

Ortssprecher Heiko Adelhardt wies auf das verbotene Parken und Befahren der Schulstraße und die für Schulkinder gefährliche Verkehrssituation in der Schulstraße hin. Parkmöglichkeiten bestehen im Bereich Schützenheim. Gemeinderat Thorsten Neugirg verwies auf die Verkehrsverhältnisse in Bereich der stark befahrenen Kreuzstraße mit 30 km/h-Zone, die mit überhöhter Geschwindigkeit und als Abkürzung genutzt wird. Gemeinderat Matthias Veigl riet dazu, alsbald eine neue Verkehrsregelung und Beschilderung im Bereich des neuen Baugebietes an der Straßengabelung Beerhof, ASV-Gelände, Zufahrten zum Baugebiet einzuführen.

 
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