08.01.2020 - 14:37 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

"Tollen Job gemacht"

Wechsel auf der Kommandobrücke des Unterkreises 13 in der Inspektion IV des Kreisfeuerwehrverbandes Bayreuth-Land: Nach 32 Jahren legte Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke zum Jahreswechsel den Führungsstab in jüngere Hände.

Karlheinz Sehnke übergibt als Kreisbrandmeister das Kommando an Jürgen Küffner. Ihnen dankte und gratulierte Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt (von links).
von Autor HAIProfil

Wechsel auf der Kommandobrücke des Unterkreises 13 in der Inspektion IV des Kreisfeuerwehrverbandes Bayreuth-Land: Nach 32 Jahren legte Kreisbrandmeister Karlheinz Sehnke zum Jahreswechsel den Führungsstab in jüngere Hände. Ihm folgt Jürgen Küffner aus Zeulenreuth nach.

Die Kollegen der Stützpunktfeuerwehr und der Ortswehren hatten Sehnke bereits im Dezember in einer Kommandanten-Dienstversammlung im Zeulenreuther Feuerwehrhaus verabschiedet. Am 12. Juli 1988 hatte er in Kirchenlaibach seinen Dienst angetreten. Dort beendete er jetzt in der Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag seine Karriere. "Es kommt einem schon hart an, nach so langer Zeit das Amt zu übergeben", bekannte der 60-Jährige. Es sei stets ein schönes Zusammenarbeiten gewesen. Er sei dankbar, über drei Jahrzehnte die Entwicklungen der Wehren und eine Reihe von Kommandantenwechsel begleiten haben zu dürfen. Viel sei bewegt worden.

Neben der theoretischen und praktischen Aus- und Weiterbildung lag Sehnke der Nachwuchs am Herzen. "Wer für die Zukunft plant, muss mit der Jugend arbeiten", war sein Leitmotiv. Aber auch, sich den Herausforderungen einer sich ständig verändernden Zeit zu stellen. Der aktiven Wehr gab Sehnke mit auf dem Weg: "Kämpft um jede Frau und jeden Mann."

Als Eckpfeiler des Brandschutzes und der Sicherheit, als Bindeglied zwischen Ortswehren und Führungskräften würdigte Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt den scheidenden Kreisbrandmeister. "Du hast einen tollen Job gemacht und das Vertrauen des Kreisfeuerwehrverbandes, der Bürgerschaft und des Gemeinderates genossen."

1972 in der Feuerwehr Neustadt am Kulm und 1977 in die Feuerwehr Speichersdorf eingetreten, hat Sehnke den Neubau des Gerätehauses in Speichersdorf (1978 bis 1980) sowie die Gründung der Jugend- und Frauengruppe begleitet. Nach 1982 bis 1988 als stellvertretender Kommandant führte er von 1988 bis 2000 die aktive Wehr. Seit 1985 war er Zugführer des dritten LZR BT (L) im Katastrophenschutz. Der damalige Landrat Klaus-Günter Dietel und Kreisbrandrat Konrad Hammon ernannten ihn im Juli 1988 zum Kreisbrandmeister.

Neben einer Reihe von maßgeblichen Beschaffungen (unter anderem Ölschadenanhänger, Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, Chemieschutzausrüstung, Rettungsspreizer, Hochleistungslüfter, Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges 21/1) wurde unter seiner Regie die stille Alarmierung erweitert und das Gerätehaus angebaut. Unter ihm organisierten die elf Feuerwehren in Speichersdorf auch den Kreisfeuerwehrtag 2008 und den Bundeswettkampf mit Bundesleistungsabzeichen im Juni 2012.

Wie Sehnke so ist auch sein Nachfolger Jürgen Küffner ein Teamplayer. Er werde an die offene und ehrliche Zusammenarbeit mit den Wehren und Kommandanten anknüpfen, betonte der 47-Jährige. Er ist 1989 als 16-Jähriger in die Feuerwehr Zeulenreuth eingetreten und hat alle Jugendleistungsabzeichen, Ausbildungen sowie Leistungsabzeichen in allen Stufen bis Gold rot durchlaufen. Seit 1994 gehört er der Katastrophenschutzeinheit des dritten Löschzuges der Feuerwehr Speichersdorf an. Seit 2016 ist er Kommandant der Feuerwehr Zeulenreuth. Lehrgänge absolvierte er 2015 (Gruppenführer), 2016 (Leiter einer Feuerwehr) und 2019 (Zugführer).

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