Speichersdorf
01.08.2019 - 14:51 Uhr

Trotz Hitzesommers geringer Anstieg

Dem Gemeinderat Speichersdorf lag der Jahresbericht der kommunalen Wasserversorgung 2018 zur Kenntnisnahme vor. Es sei "ein Rekordjahr in Bezug auf Wasserleitungserneuerungen" gewesen, erklärte Bürgermeister Manfred Porsch

Hauptleitung vom Hochbehälter Warthübel bis zur Kemnather Straße ist eine der Maßnahmen im Vorjahr gewesen. Bild: ak
Hauptleitung vom Hochbehälter Warthübel bis zur Kemnather Straße ist eine der Maßnahmen im Vorjahr gewesen.

Insgesamt 2,6 Kilometer Hauptwasserleitungen seien erneuert worden. Dazu zählten die Hauptleitung vom Hochbehälter Warthübel bis zur Kemnather Straße sowie Innerortsleitungen in Kirchelaibach, Speichersdorf und Windischenlaibach. Trotz des trockenen und heißen Sommers 2018 hat sich gegenüber dem Vorjahr nur ein Mehrverbrauch von 3000 Kubikmeter ergeben.

Sechs Rohrbrüche

Ein Grund dafür ist der weiter gesunkene Wasserverbrauch der Firma Rosenthal von 133 000 Kubikmetern in 2016 und 83 000 Kubikmeter in 2018. Einsparungen konnten durch das mehrfache Verwenden von Kühlwasser erreicht werden. 2018 kam es zu sechs Rohrbrüchen. Der dadurch erlittene Wasserverlust stieg auf 7,67 Prozent leicht an. Dazu zählen aber auch Druckproben, Desinfektionen und Freispülung neuer Leitungen. Der Wasserverbrauch betrug 392 377 Kubikmeter. Aus den drei Tiefbrunnen wurden 424 964 Kubikmeter Trinkwasser gefördert und aufbereitet. Das Pumpwerk Selbitz förderte 48 408 Kubikmeter. Der Stromverbrauch belief sich auf 234 000 Kilowattstunden. Der höchste Tagesverbrauch lag bei 1700 Kubikmetern.

Dem Gremium lag der Zuschussantrag des Christlichen Vereins Junger Menschen Speichersdorf (CVJM) über die Ersatzbeschaffung einer neuen Küche im Gemeindesaal der evangelischen Ortskirche zur Entscheidung vor. Porsch erklärte, dass die Christuskirche und der durch den CVJM für Gruppenstunden genutzte Gemeindesaal derzeit saniert werden. Die nicht mehr reparable Küche wurde bereits ausgebaut. Die Kosten für eine neue Einrichtung belaufen sich auf 3500 Euro. Laut dem Bürgermeister werden nach den Richtlinien der Gemeinde für Vereinsinvestitionen 7,5 Prozent der nachgewiesenen Kosten, somit 262,50 Euro als Zuschuss gewährt. Der Beschluss dazu war einstimmig.

Die Tagesordnungspunkte zum städtebaulichen Vertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Solarpark östlich Plössen" und der Übertragungsvereinbarung zur Stromkabelverlegung wurden abgesetzt. Aus Gründen der Rechtssicherheit müssen sie überarbeitet werden.

Jugendstätte fertig

Zum Thema Sonstiges teilte Jugendbeauftragter Christian Porsch (UBV) mit, dass der Neubau der Jugendstätte in Haidenaab fertiggestellt ist und derzeit Reinigungsarbeiten stattfinden. Insgesamt kostete das Bauvorhaben 3 Millionen Euro. Die Belegung beginnt ab Mitte August. Die Einweihung mit Tag der offenen Tür findet am 5. Oktober um 10 Uhr statt. Das Gemeindeoberhaupt wies darauf hin, dass die Sanierung des Alten Rathauses und des Jugendtreffs in der Hauptstraße abgeschlossen sind. Ein Tag der offenen Tür mit Einweihung ist im September/Oktober geplant.

Zum Brandschutz erklärte Roland Steininger (UBV) auf Anfrage von Günter Vogel (CSU), dass es einen Plan für die Wehren gibt, in dem die Wasserentnahme- und Saugstellen für den Löscheinsatz von Schwemmfässern von helfenden Landwirten eingetragen sind. Porsch gab eine Einladung der evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Speichersdorf für einen Festgottesdienst, am Sonntag, 22. September, um 14 Uhr weiter. Dabei werden der neue Pfarrer Hannes Kühn durch Dekan Wenrich Slenczka sowie Klaus Lobenhofer als Gemeindediakon in ihre Ämter eingeführt. Anschließend wird zum Stehempfang eingeladen.

Hintergrund:

Naturerlebnisbad: Geschäftsführer weg

Zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Rudi Heier, berichtete über die an zwei Tagen in November 2018 stattgefundene örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2017. Insbesondere wurden die Abrechnungen von Erschließungsbeiträgen, abgeschlossene Baumaßnahmen und Bilanzen von eigenen Gesellschaften oder solchen, an der die Gemeinde beteiligt ist, geprüft. Hierzu zählte auch das Naturerlebnisbad in Immenreuth. Der Ausschuss regte dazu an, dass sich der neue Geschäftsführer im Gemeinderat vorstellen sollte. Der bisherige Geschäftsführer Robert Kratzenberg hat seine Tätigkeit zum 31. Juli beendet. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

 
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