Bürgermeister Manfred Porsch informierte den Gemeinderat über das Jahresrechnungsergebnis der gemeindlichen Wasserversorgung für 2018. Der Jahresabschluss war vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband geprüft und zur Zustimmung vorgelegt worden.
Gesunkener Gewinn
Der Abschluss weist für 2018 einen um 51 374 und um 57 Prozent gesunkenen Jahresgewinn auf 39 312 Euro aus. Das schlechtere Ergebnis ist auf höhere Material- und Personal- sowie sonstige Betriebsaufwendungen zurückzuführen. Auf der Ertragsseite kommen Mindereinnahmen durch rückläufige Wasserabgabemengen hinzu. Der Wasserverkauf sank um 37 000 Kubikmeter auf 382 000 Kubikmeter Trinkwasser. Vor allem der Porzellanhersteller Rosenthal konnte seinen Produktionswasserverbrauch deutlich senken.
Auf der Aktiva-Seite wirkten sich vor allem die Investitionen zur Erneuerung der Wasserhauptleitung vom Hochbehälter Warthübel zum Ortsnetz Speichersdorf auf die Bilanzsumme aus, die sich einschließlich des Umlaufvermögens auf 3 651 776 Euro beläuft. Auf der Passivseite steht Eigenkapital (2 639 240), Ertragszuschüsse (226 414), Rückstellungen (25 945) und Verbindlichkeiten (760 178) mit gleicher Gesamtsumme zum Ausgleich gegenüber.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wird gegenüber 2017 ein von rund 91 000 auf 39 512 Euro gesunkener Gewinn für 2018 ausgewiesen. Dieser wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. Der rechnerische Jahreswasserverlust beläuft sich auf 8,04 Prozent des geförderten Trinkwassers auf der fast 103 Kilometer langen Gesamtleitungsstrecke. Porsch kündigte an, dass 2020 die Wasserhauptleitung von Lettenhof nach Guttenthau erneuert wird.
Dem Gemeinderat lag der Antrag des 337 Mitglieder zählenden Vereins ASV Haidenaab auf Gewährung eines Zuschusses für den Bau einer Beregnungsanlage samt Wasserzisterne zur Beratung vor. Bei der Sanierung des A-Platzes plant der Verein, diesen mit einer Beregnungsanlage und zusätzlicher Zehn-Kubikmeter-Zisterne auszustatten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 23 500 Euro einschließlich der 2200 Euro teuren Zisterne. Das Gremium beschloss entsprechend der Vereinsförderrichtlinien einstimmig einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der nachzuweisenden Kosten, demnach 1762 Euro kommunale Förderung.
Keine dritte Schulanfängerklasse
Porsch gab dem Gemeinderat zum Thema Bekanntgaben ein Antwortschreiben des Kultusministers Michael Piazolo zur kommunalen Eingabe auf Einrichten einer dritten Eingangsklasse an der Werner-Porsch-Schule in Speichersdorf durch Reduzieren der Klassenstärke zur Kenntnis. Für das Schuljahr 2019/2020 legte das Kultusministerium die maximale Klassenstärke auf 28 Schüler für die Klassen 1 bis 4 fest. Mit 56 Erstklässlerin ist damit dieses Maß in zwei Klassen eingehalten. Demnach sind für diese Grundschule 2 Klassen vorgesehen.
Die Argumentation, dass für den schulischen Erfolg die Klassenstärke keine Rolle spiele, löste beim Rat Kopfschütteln aus. Vielmehr seien technische Ausstattung, Stundentafeln, Qualifikation, Fortbildung, Engagement und pädagogisches Können der Lehrer dafür entscheidend.
Der Einschulungskorridor ist auf den 1. Juli bis zum 30. September für Kinder, die in diesem Zeitraum sechs Jahre alt werden, festgelegt. Sie durchlaufen das Anmelde- und Einschulungsverfahren. Eine abweichende Regelung für die Schule war daher nicht möglich.
Gemeinderatssplitter
Zum Thema Sonstiges informierte Gemeinderätin Claudia Fischer (SPD), dass der Ausstieg aus RBO-Bussen nach wie vor auch in Wirbenz möglich ist. Anderweitige Handlungsweisen von aushelfenden Busfahrern waren ihrer Unkenntnis geschuldet.
Zweiter Bürgermeister Rudi Heier (SPD) schlug den Lückenschluss des Gehweges zwischen der Friedhofstreppe und dem Gefrierhaus auf 30 Meter Länge für 2020 vor.
Gemeinderat Hans Schmid (FWG) gab den schriftlichen Antrag einer Bürgerin an die Verwaltung weiter. Sie beantragt, eine Bahn-Bedarfshaltestelle für Guttenthau einzurichten.
Auf Anfrage von Gemeinderat Christian Porsch (UBV) erklärte das Gemeindeoberhaupt, dass der Vorschlag für die aus Sitzungsgeldern finanzierte Weihnachtsspende in diesem Jahr von der CSU-Fraktion kommt.
Ortssprecher Heiko Adelhardt wünschte sich, das von Speichersdorf aus kommend in Richtung Selbitz stehende Ortsschild wegen der vorhandenen Bebauung vor zu versetzen.















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