Kein Jubiläumsfest und ausgedünnte Vereinsaktivitäten: Ein Virus lähmt Speinsharts berühmten Gemeinschaftsgeist. Doch vor Corona kapitulieren? Nix da. Im Gegenteil: Die Feuerwehr des Klosterdorfes zeigt sich auch in der Krise gut aufgestellt.
Im gut gefüllten Gemeindezentrum wich am Samstagabend der Frust des langen Versammlungsverbots einer neuen Aufbruchstimmung. Die Generalversammlung der Feuerwehr mit wichtigen Entscheidungen war längst überfällig. Die Jahresberichte umfassten deshalb auch einen Zeitraum von zwei Jahren.
In den Mittelpunkt seines Tätigkeitsberichts stellte Vorsitzender Stefan Schedl den Anbau ans Feuerwehrgerätehaus mit wesentlicher Beteiligung eines harten Kerns von Brandschützern. Den finanziellen Beitrag der Wehr bezifferte er einschließlich Eigenleistungen durch Arbeitseinsätze auf rund 48.000 Euro.
Ausführlich nahm er auch zum organisatorischen Aufwand für die schließlich abgesagte 125-Jahr-Feier der Wehr Stellung. Schedl kündigte an, das Jubiläum vom 5. bis 7. Mai 2023 unter dem Motto „Fire mit uns“ im historischen Stadel in Haselhof nachzuholen.
Kommandant Christian Höllerl fasste die Leistungen der 80 aktiven Brandschützer zusammen und verwies auf insgesamt 52 Einsätze mit 883 Einsatzstunden. Der Aktivenchef würdigte zudem die intensive Übungs- und Unterrichtstätigkeit sowie die Bereitschaft zahlreicher Kameraden zur Aus- und Fortbildung.
Höllerl anerkannte auch die Bereitschaft der Gemeinde, ein neues Mehrzweckfahrzeug für die Wehr zu beschaffen. Im Einvernehmen mit dem Vorstand des Feuerwehrvereins kündigte er einen Zuschuss von 16.500 Euro für das airca 100.000 Euro teure Fahrzeug an. Die Bestellung bei MAN sei bereits erfolgt. Nach Auslieferung werde das Fahrgestell von der Firma Compoint feuerwehrtechnisch ausgebaut.
Der Kommandant verwies ergänzend auf die Bestellung neuer Helme und digitaler Pager sowie die bevorstehende Digitalisierung der Sirenentechnik. Der Bericht endete mit einem umfassenden Dank an alle Aktiven, an Unterstützer, Bürgermeister und Gemeinderat.
Jugendwart Stefan Neubauer stellte die Gastgeberrolle der Jugendwehr für den Wissenstest, die Prüfung für die Jugendleistungsspanne und die Aufnahme von Nachwuchskräften in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Weniger Einnahmen durch den Ausfall des Jubiläumsfestes und viele Mehrausgaben, bedingt durch die finanzielle Beteiligung an Ausbau und Renovierung des Feuerwehrgerätehauses, lautete die Bilanz von Schatzmeister Christofer Neukam.
19 Jahre als Kassenverwalter und sieben Jahre als Vorsitzender des Feuerwehrvereins seien genug: So begründete Stefan Schedl seine Entscheidung, sich nicht mehr für das Amt des Vorsitzender zur Wal zu stellen. Auch sein Stellvertreter Wolfgang Merkl verzichtete auf eine weitere Kandidatur. Ein Verlust für den Verein, wie die Versammlung bedauerte.
Ein „alter Hase“ soll es nun richten: Günter Diepold war schon einmal für insgesamt zwölf Jahre Vorsitzender, und nun wählten ihn die Mitglieder einstimmig erneut an die Vereinsspitze. Ihm zur Seite stehen mit Philipp Seitz und Julian Diepold neue und junge Kräfte. Schriftführer bleibt Robert Kausler. Neu ist Franziska Kausler als seine Stellvertreterin. Als Kassenwart macht Christofer Neukam weiter. Unterstützt wird er neu von Stefan Schedl als Stellvertreter.
Theresa Schraml, Peter Schraml und Christian Felber wählten die Mitglieder zu Beisitzern. Die Vereinskasse prüfen wie bisher Ehrenmitglied Werner Kosmale und Helmut Diepold. Atemwart, Jugendwart, Zeug- und Gerätewart sowie die Gruppenführer sind von Amts wegen Vorstandsmitglieder und werden berufen.
Schließlich waren auch der Kommandant und sein Stellvertreter für die nächsten sechs Jahre zu bestimmen. Die aktiven Brandschützer ab 16 Jahren bestätigten einstimmig Kommandant Christian Höllerl und Adjutant Andreas Stadler im Amt. Verstärkung erhielten sie mit der Wahl von Johann Meyer zum weiteren Stellvertreter.














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