Bemerkenswert ist am Sonntag in der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart schon die Eröffnung der Bilderausstellung. Zur Einführung im Musiksaal drängen sich die Besuchermassen. Treffend stellt Bildungsstätten-Leiter Thomas Englberger fest: „Fotografien sind Augenzeugen.“ Die zirka 200 „Augenzeugen“, die sich schon am Tag der Vernissage für die Fotokunst des 43-jährigen Kirchenthumbachers interessieren, sind hin und weg von den Natureinblicken, die in ihrer Schönheit meist im Verborgenen bleiben, die in ihrer Farbenwucht begeistern und die dem Betrachter auf spektakuläre Art und Weise näher bringen, wie wichtig und lebenswert der Einsatz ist, den Menschen Naturwelten näher zu bringen.
Wer Naturfotos liebt, ist in Speinshart in diesen Wochen an der richtigen Adresse. Thomas Buchmann hat aus seiner Sammlung von zig Tausenden Bildern zum Thema „wunderbares Nordbayern“ einige Exponate zusammengestellt. Die Besucher bestaunen Bilder, die der passionierte Hobby-Fotograf im Oberpfälzer Wald, in der Fränkischen Schweiz und im Fichtelgebirge schoss. Die Ergebnisse seiner Entdeckungsreisen zeugen von der Leichtigkeit im Sein des Moments. Buchmann skaliert und richtet aus – und er hat seine eigenen Vorstellungen. Im Kontext zu Natur und Landschaft spielt er mit Formen, Farben, Wind und Wasser, Wetter und Vegetation, beobachtet die Vielfalt der Vogelwelt und lässt dabei seiner intuitiven Phantasie in ganzer Ausdrucksfülle freien Lauf.
Buchmann ist den vielen Reizen seiner Heimat auf der Spur und beeindruckt durch intensive Wahrnehmungen. Heimat sind für den Informatiker an der Universität Bayreuth Land und Landschaft und deren einzigartiger Lebens- und Erlebnisraum. In der Ausstellung entdecken die Besucher zahlreiche unberührte und doch lebendige Sehnsuchtsorte, mit denen sich jeder Betrachter identifizieren kann. Bei seinen Ausflügen beweist der Autodidakt Herzblut und Durchhaltevermögen.
Nur zufällige Schnappschüsse sind nicht sein Ding. Für seine Aufnahmen ist er immer dann unterwegs, wenn die meisten Anderen noch oder schon wieder schlafen. „Wann immer möglich, bin ich der Erste, wenn gut Fotos locken“, sagt Buchmann. Dem Fotografen ist keine Böschung zu steil, kein Regenwetter zu nass und keine Nebelschwade zu dicht. Die brillanten Aufnahmen, die Buchmann mit gutem Auge und dem Gespür für den rechten Moment gelingen, beweisen die ausgestellten Bilder. Die Bandbreite reicht von „Nebelgrenzen“, „Eisvogel“ oder „Frauenschuh“ bis zu den „Teichrosen am Rußweiher“ dem „Verschneiten Fichtelgebirge“ bis zur „Milchstraße über Neustadt am Kulm“. Aus Platzgründen ist nur eine kleine Auswahl an Landschafts-, Natur- und Tieraufnahmen zu bestaunen. Ergänzende Einblicke gewährt eine 20-minütige MultiMedia-Schau, die während der Öffnungszeiten läuft. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen das fotografische Talent des Kirchenthumbachers.
Die Ausstellung ist im Oberen Konventgang des Klosters Speinshart bis Sonntag, 23. Februar, an Sonn- und Feiertagen von 13.30 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich. Auf telefonische Anfrage (09645/601 93 601) ist auch ein Besuch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.















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