26.04.2019 - 11:47 Uhr
SpeinshartOberpfalz

„Blitzer“ bitten ab Juli zur Kasse

Eile mit Weile: Das gilt ab Juli in und um Speinshart mehr denn je. Denn ab dann bitten die „Blitzer“ des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz Fahrer, die zu schnell unterwegs sind, zur Kasse.

Noch üben die "Fotografen" des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit nur: Doch wenn's ab Juli blitzt, können die unfreiwilligen "Porträts" teuer werden.
von Bernhard PiegsaProfil

ür die künftige Verkehrsüberwachung im kommunalen Auftrag seien acht Messstellen vorgemerkt, berichtete Bürgermeister Albert Nickl in der Sitzung des Gemeinderats: „drei in Tremmersdorf, zwei in Münchsreuth, je eine in Höfen, Speinshart und Zettlitz“. Zunächst fänden Probemessungen statt: „Ab Juli beginnen dann die verwarnungs- und bußgeldbewehrten Kontrollen. Die Autofahrer werden hierauf durch Banner hingewiesen.“

Zufrieden mit dem Fortgang der diversen Bauarbeiten in der Kommune zeigte sich Nickl in seinem Sachstandsbericht. Seit März laufe die Erschließung des Baugebiets "Maifurth", die bis Ende September abgeschlossen sein solle. Im Zusammenhang damit solle auch die Fußgänger-Querungshilfe beim Sportheim möglichst noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

„So gut wie fertig“ sei die Sanierung der Mauer an der nördlichen Tremmersdorfer Ortseinfahrt, in Münchsreuth sei der Abriss der alten Scheune auf dem Platz der künftigen Dorfhalle erfolgt. Es sei zu wünschen, dass „jeder im Ort, der es ermöglichen kann, bei diesem Gemeinschaftsprojekt mit anpacken wird“, betonte der Bürgermeister und lobte insbesondere die Münchsreuther „Hirthausfreunde“, unter deren Federführung der Neubau vollzogen werde.

So gut wie abgeschlossen seien in Speinshart die Innenarbeiten im künftigen Kulturhaus „Anwesen 23“ und in der Wieskapelle, teilte Nickl mit. In Kürze werde man sich den Außenanlagen widmen. Auch der Ausbau des Breitbandnetzes stehe kurz vor der Vollendung: „Im Herbst soll das Hochleistungsnetz für die noch unterversorgten Haushalte aufgeschaltet werden, dann ist unsere Gemeinde hundertprozentig mit mindestens 30 Megabit versorgt.“

Gute Nachrichten habe der kommunale Kindergarten erhalten, informierte der Bürgermeister: „Das Bundesprogramm ‚Sprach-Kita‘, in das der Kindergarten einbezogen wurde, wurde bis Ende 2020 verlängert. Damit behält die Einrichtung bis auf Weiteres ihre zusätzliche Sprachlehrkraft. Das Bundesfamilienministerium will das Förderprogramm zudem über Ende 2020 hinaus ‚weiterentwickeln‘.“ Am neuen Internetauftritt der Gemeinde werde gearbeitet: „Ab Jahresmitte soll er freigegeben werden.“ Erledigt sei die überfällige Reinigung des Münchsreuther Dorfweihers: „So sauber war der Löschteich seit 30 Jahren nicht mehr“, erklärte Nickl.

Einhellig stimmten die Räte dem Beitritt der Gemeinde zur Arbeitsgemeinschaft (AG) für die integrierte ländliche Entwicklung im Kooperationsraum Vierstädtedreieck zu. In diesem Rahmen sollen die Zusammenarbeit der zehn Gemeinden des westlichen Kreises Neustadt/WN weiter intensiviert und die Ziele des im Vorjahr vereinbarten Ländlichen Entwicklungskonzepts verwirklicht werden. Ein Umsetzungsbegleiter werde die Tätigkeit der AG koordinieren. 70 Prozent der Personalkosten decke ein Landeszuschuss, den Rest sowie die Aufwendungen für Büro und Sachausstattung trügen die Mitgliedskommunen im Verhältnis ihrer Einwohnerzahlen, erläuterte Bürgermeister Albert Nickl.

Er hoffte, dass die AG insbesondere ein Kernwegekonzept für den staatlich geförderten Ausbau wichtiger Wirtschaftswege entwerfen werde. In Speinshart stünde hierfür beispielsweise der Weg von Kellerhaus nach Haselbrunn auf der Wunschliste. Auf Anfrage von Barbara Müller (Grüne) kündigte Nickl an, dass es außer dem Umsetzungsbegleiter und der Bürgermeisterkonferenz auch Arbeitskreise geben solle, die „nach Bedarf“ gebildet würden.

Im Blickpunkt:

Vermüllung rückläufig

Zweiter Bürgermeister Roland Hörl (CSU) berichtete dem Gemeinderat, dass sich die Jagdgenossenschaften Tremmersdorf und Seitenthal sowie der Angelverein Tremmersdorf an der „Ramadama“-Aktion beteiligt haben: „In Tremmersdorf sind 30 und in Seitenthal 18 Personen zum Müllaufsammeln angetreten.“ Hierfür dankte Bürgermeister Albert Nickl den Vereinen, bekundete aber auch sein Unverständnis für die fortwährende Vermüllung der Landschaft. Erfreulicherweise sei es „im Laufe der Jahre etwas besser geworden“.

Sein Dank ging auch an alle, die beim Arbeitseinsatz auf dem Tremmersdorfer Kinderspielplatz mitgemacht hatten. Auf Anfragen zweier Räte gab Nickl bekannt, dass Dobertshof voraussichtlich noch heuer ein neues Buswartehäuschen erhalten werde und die Gemeinde eine Solarstromanlage auf dem Schulhausdach grundsätzlich gutheiße. Diese sollte jedoch aus rechtlichen und finanziellen Gründen der Schulverband betreiben. (bjp)

Hintergrund:

Kostenplanung eingehalten

Gemäß dem Ausschreibungsergebnis seien im Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebiets „Maifurth“ in Tremmersdorf 986 939,05 Euro aufzuwenden, informierte Bürgermeister Albert Nickl den Gemeinderat. Davon habe der Wasserzweckverband 126 163,51 für die Trinkwasserversorgung zu übernehmen, 116 995,45 Euro für die Fußgänger-Querungshilfe beim Sportheim trage der Freistaat unter Beteiligung der Kommune. Deren Sache seien auch die verbleibenden Erschließungskosten von 743 780,09 Euro. „Alles in allem entsprechen die Beträge fast genau der Finanzplanung“, hielt Nickl fest.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat für drei Bauanträge: den Neubau einer Garage mit Abstellraum in Tremmersdorf, den Neubau einer Gerätehalle mit Nahwärmeheizung in Süßenweiher, den Neubau eines Carports an die bestehende Garage sowie die Errichtung einer Terrassenüberdachung und einer Photovoltaikanlage in Speinshart. (bjp)

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