Speinshart
18.04.2022 - 10:50 Uhr

Zum Fest des Lebens in Speinshart auch die Betroffenheit sehen

Die Feier der Auferstehung Jesu begann mit der Segnung des Osterfeuers und dem Entzünden der Osterkerze. Sie symbolisiert den Übergang vom Dunkel zum Licht Bild: do
Die Feier der Auferstehung Jesu begann mit der Segnung des Osterfeuers und dem Entzünden der Osterkerze. Sie symbolisiert den Übergang vom Dunkel zum Licht

Noch konkurrierte der April-Vollmond mit seiner ganzen Leuchtkraft mit der Morgenröte des Ostersonntags, als die Pfarrgemeinde Speinshart im idyllischen Klosterhof vor den Mauern der Abtei die Auferstehung Jesu feierte. „Das ist der Tag, den Gott gemacht, der Freud in alle Welt gebracht“, jubilierten die vielen Hundert Besucher der frühmorgendlichen Osternachtsfeier. Eine Feier, die in der katholischen Kirche besonders festlich gestaltet wird mit knisterndem Feuerkorb, Gottesdienst, Taufversprechen und Eucharistie. Die Zeit der Trauer und Dunkelheit hat damit ein Ende. Ein „Jesus lebt, mit ihm auch ich“, schallte über den Klosterhof.

In Speinshart war es Prior Pater Adrian Kugler, der an der Osterkerze das „Licht des Lebens“ entzündete. Das Feuer stehe für Gott, der Leben, Hoffnung und Wärme schenke, verkündete der Prior. Von der Osterkerze ausgehend entzündeten auch die vielen Gläubigen ihre Kerzen und gaben das Licht weiter. Zu den Ritualen der Auferstehungsfeier gehörte zudem die Weihe des Taufwassers mit der Erneuerung des Taufgelübdes in Form des Glaubensbekenntnisses.

Predigt und Fürbitten standen auch im Zeichen der Gewalttaten in der Ukraine und im Heiligen Land. „Nicht am Leben zerbrechen, sondern aufbrechen in die Kraft des Lebens, um dem Guten im Herzen Platz zu machen“ – in diesem Sinne wünschte der Prior ein frohes Osterfest. Dem feierlichen Schlusssegen ging die traditionelle Speisenweihe voraus. Dem höchsten Fest des Kirchenjahres angepasst waren auch die musikalischen Einspielungen.

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