26.06.2020 - 14:45 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Feuerwehr-Hans" ein Segen für die Gemeinde

"Jung zu bleiben und alt zu werden ist das höchste Gut", heißt es in einem Spruch. Diese Weisheit verinnerlicht Hans Diepold. "Fit wie ein Turnschuh" feiert der Speinsharter seinen 80. Geburtstag.

Feuerwehrchef und stellvertretender Bürgermeister: Das sind nur zwei von vielen Ehrenämtern, die Hans Diepold über Jahrzehnte bekleidete. Unser Bild zeigt den Jubilar mit Ehefrau Rosi, Pfarrer und Prior Adrian Kugler (links) sowie Bürgermeister Albert Nickl (rechts).
von Robert DotzauerProfil

Der zur Haselhofer Diepold-Dynastie zählende Jubilar ist schon lange ein Speinsharter Urgestein. Mit seiner bayerisch-barocken Ausstrahlung sei Hans Diepold ein „Segen für die Gemeinde“, formulierte Bürgermeister Albert Nickl in seiner Laudatio und sprach von einem stets frohgemuten, verständnisvollen, sach- und fachkundigen sowie ausgleichenden Menschen. Die Rede war zudem von einem politischen Weggefährten mit väterlicher Fürsorge.

Für die Speinsharter, die Vereinswelt und die Kommunalpolitik ist Hans Diepold ein Geschenk. Viele Jahrzehnte war sein Gemeinsinn beispielgebend.

Der Jubilar trat ein Leben lang stets an, um Neues zu wagen: beruflich für MAN in Nürnberg, für das Raiffeisenlagerhaus in Eschenbach und für die Baywa, ehrenamtlich als Diener der Gemeinde und als engagierter Vertreter der Vereinswelt. Anpacken hieß es stets für den Kfz-Meister mit angeborener Hilfsbereitschaft.

Und auch einen unbändigen Optimismus kennzeichnet den Urtyp eines kernigen Bayern. So betonte Hans Diepold bei der Geburtsfeier im Kreis der Familie mit Ehefrau Rosi, den drei Kindern und sieben Enkeln: „Jede Falte kann man ausbügeln.“

Bürgermeister Albert Nickl bezeichnete den fürsorglichen Familienvater als Vorbildbürger für Gemeinde und Vereine. Lang war seine Aufzählung der ehrenamtlichen Posten des Jubilars: etwa 26 Jahre Kommandant der Feuerwehr Speinshart und anschließend 10 Jahre deren Vorsitzender - in dieser Zeit wurde Diepold für die Speinsharter zum „Commodore“ und zum „Feuerwehr-Hans“.

Auch das kommunalpolitische Engagement ist aller Ehren wert: Von 1972 bis 2008 36 Jahre Gemeinderat, von 1984 bis 1990 dritter Bürgermeister und danach bis 2008 zweiter Bürgermeister - bei jeder Wahl war der Jubilar stets Stimmenkönig.

Als fleißig, freundlich und hilfsbereit charakterisierte Nickl sein kommunales Vorbild. Dass Diepold seit 1966 ein „durch und durch Schwarzer ist“ fand der Bürgermeister ebenso bemerkenswert. Zusammenfassend nannte er seinen Parteifreund einen „Mitmach-Menschen“ und einen „großen Speinsharter“.

Zu den Gratulanten gehörte auch Ortspfarrer und Prior Adrian Kugler. Hochleben ließen den Jubilar ebenso zahlreiche Vertreter der Vereinswelt, unter ihnen die Führungsspitzen der Feuerwehr, der Klosterkegler, des Kleintierzuchtvereins, der CSU, des FC Tremmersdorf/Speinshart sowie des Obst- und Gartenbauvereins. Auch Altbürgermeister Josef Scherl sowie die zweiten Bürgermeister Roland Hörl (Speinshart) und Irmi Bauer (Vorbach) gratulierten.

Bei all den Huldigungen blieb Hans Diepold auch an seinem Jubeltag bescheiden. „Ich war nur ein kleiner Teil eines Gemeinschaftswerkes“, betonte er und empfahl allen Kritikern des Gemeinde- und Vereinslebens: „Nicht schimpfen, sondern besser machen.“

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.