28.05.2019 - 11:31 Uhr
SpeinshartOberpfalz

„Gehet hin zu den Krügen“

100 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Speinshart: Ein würdiger Anlass zum Feiern. Entsprechend lässt es die KSK "krachen".

Das farbenprächtige Festpanorama vor den Zwillingstürmen der Klosterkirche lud am Sonntag zum Mitfeiern des Jubiläums ein.
von Robert DotzauerProfil
Die Bundeswehr-Pateneinheit der KSK zeigte sich beim Vereinsjubiläum omnipräsent. Bei der Fahrzeugschau waren besonders Mess- und Ortungsfahrzeuge zu bestaunen. Als Geste der Freundschaft überreichte Batteriechef Major Dennis Ziegert an die Speinsharter KSK eine Erinnungstafel und ein hochprozentiges "Artilleriefeuer".

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) feierte am Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen, und die Bevölkerung feierte mit. Besonders der Sonntag wurde zu einem Fest der Traditionen und der Heimatverbundenheit. Hunderte von Besuchern zeigten sich mit der KSK Speinshart solidarisch. Die Festmesse zwischen der Klosterkirche und der Wieskapelle wurde bei bayerisch weiß-blauem Himmel zu einem Bekenntnis für Heimat und Gemeinschaftsgeist.

Ihre Solidarität zu den Vereinen demonstrierte auch die Pfarreiengemeinschaft. So endete der traditionelle Sternbittgang der Gläubigen aus den Pfarreien Schlammersdorf, Oberbibrach/Vorbach und Speinshart/Tremmersdorf auf dem Festplatz. Eine noble Geste, die auch KSK-Vorstand Max Wagner beeindruckte. „Der Zusammenhalt gehört zu unseren Stärken“, stellte er mit Blick auf das prächtige Festpanorama vor den mächtigen Zwillingstürmen der Klosterkirche fest, und auch Pfarrer Adrian Kugler bemerkte zu Beginn des Feldgottesdienstes: „Gemeinsam im Glauben unterwegs sein ist unser Kennzeichen.“

Glaubens- und Charakterstärke war dann auch das Thema des Ortspfarrers. Der Prior sprach die fatale „Ohne-mich-Haltung“ in der Gesellschaft an und forderte dazu auf, über die eigene Nasenspitze hinauszuschauen und ein wenig mehr zu wagen. „Weiter zu sehen, macht reicher“, wusste der Ortspfarrer und empfahl den vielen Gottesdienstbesuchern, mit Weitsicht in die große weite Welt zu blicken. Das Bild des immer besserwissenden Zuschauers am Spielfeldrand aufgreifend empfahl er, sich aufs Spielfeld zu wagen und einen persönlichen Beitrag für ein gutes Spiel zu leisten. Der Prior warnte zudem vor Abschottung und vor den Mauern des Nationalismus. In diesem Sinne richtete der Kirchenmann den Appell an die Gläubigen: „Machen wir Europa zur gemeinsamen Sache.“ Ein Bitten für Frieden in Freiheit und für Harmonie in der Pfarreiengemeinschaft war dann auch der Inhalt der Fürbitten.

Dem Gottesdienst fügte sich nahtlos ein Hinwenden ganz anderer Art an. „Gehet hin zu den Krügen“, hieß es zur Frühschoppenzeit. Musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Creußen, die bereits die Feldmesse gestaltete, feierte die Kameradschaft mit den vielen Hundert Besuchern in einen sonnenverwöhnten Maientag hinein. Für den "prächtigen Wetterrahmen" zeigte sich der Ortspfarrer verantwortlich. „Der Tag des Sternbittganges garantiert immer schönes Wetter“ und „an Gottes Segen ist alles gelegen“.

Gut gelaunt genossen die Festbesucher dann eine kühle Halbe, kredenzt von den Festdamen der Feuerwehr und nutzten das reiche Angebot herzhafter Schmankerln. Auch im Kaffee- und Kuchenzelt lief es rund. Beim Nachmittagsvergnügen standen dann das von der Landjugend betreute Kinderprogramm und Gerätevorführungen der Pateneinheit der Bundeswehr im Mittelpunkt des Festgeschehens. Viele Gäste ließen den Festbesuch in der Bar des Sportclubs ausklingen. Klingende und temperamentvolle Grüße vermittelte das junge Ensemble der Klosterbläser. Über das Festgeschehen wachte das örtliche Team der Malteser.

Das gute Verhältnis zwischen der KSK Speinshart und der Bundeswehr-Pateneinheit demonstrierte die Übergabe von Gastgeschenken der 2. Batterie des Artilleriebataillons 131 an den Gastgeber. Vorstand Max Wagner freute sich über eine Erinnerungstafel, die Major und Batteriechef Dennis Ziegert überreichte. Für die Kameradschaft gab es zudem ein „Artilleriefeuer“. Den Fruchtbitter-Geist werde das Organisations-Team zeitnah genießen, versicherte Wagner.

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