(do) Kinderlärm ist Zukunftsmusik. Darin sind sich Bürgermeister Albert Nickl und Hunderte von Besuchern bei der Einweihung des neuen Speinsharter „Kinderlandes“ einig. Eine begeisterte Schar von Mädchen und Buben stürmt ihr neues Spieleparadies.
Der Pfingstsonntag war wie geschaffen für dieses Fest: Auch das neue Spielgelände zwischen Schule, Gemeindezentrum und Kindergarten erfüllte ein neuer Geist, der viele Besucher im wahrsten Sinne des Wortes bewegte. Gute Stimmung erfasste bei der offiziellen Eröffnung des "Kinderlandes" Herz und Seele und verbannte jedwede Sprachlosigkeit. Der gute Geist war allgegenwärtig.
In Speinshart machte er sich zudem als Gemeinschaftsgeist bemerkbar. Daran erinnerte auch Bürgermeister Albert Nickl, als er zur Eröffnung noch einmal auf das allmähliche Entstehen der Anlage zurückblickte und besonders die vielen helfenden Hände aus den Reihen der Bürger, des Gemeinderats und des Bauhofes sowie die Festspenden der Eltern in Form von Kaffee und Kuchen lobend erwähnte. Bescheiden verschwieg Nickl seinen persönlichen Kraftakt dabei.
"Kinderspielplätze sind die wichtigsten Plätze für die Kinder", merkte der Bürgermeister an und verwies auf die Anstrengungen der Gemeinde und vieler ehrenamtlicher Kräfte, diesem Grundsatz gerecht zu werden. Weitsicht bescheinigte er dem FC Tremmersdorf/Speinshart, der bereits vor zehn Jahren auf dem Gelände ein Soccerfeld für fußballbegeisterte Mädchen und Buben errichtet hatte.
In seinem Resümee zur Entstehungsgeschichte des neuen Spielplatzes ging Nickl auch auf die Einbeziehung einer engagierten Elterngruppe, die Suche nach staatlichen Fördertöpfen und den Projektstart mit einem internationalen Workcamp ein. „Die internationale Ausrichtung machte Speinshart alle Ehre“, erklärte er und verwies zudem auf eine Sachspende der Fielmann-Stiftung zur Grüngestaltung.
Die Besucher des "Kinderlandes" finden sich in einem Reich der Sinne und der Bewegung wieder. So lautet jedenfalls die Konzeption, ideenreich von Landschaftsplaner, Gemeinderat und Eltern entworfen. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Spielgelände können sich die Kleinen nach Herzenslust austoben.
Dem Bewegungsdrang seien keine Grenzen gesetzt, urteilte der Bürgermeister. Vom Kunterbunt der Motivmalereien bis zu den mächtigen Spieltürmen, von der Seilbahn bis zur Fußball-Arena reicht das vielfältige Angebot. Auch beschauliche Ecken laden ein und sind besonders ein Rückzugs- und Beobachtungsgebiet für Eltern und Großeltern. Weitere Spielemöglichkeiten sind angekündigt.
Die Investitionskosten bezifferte Albert Nickl mit rund 125 000 Euro. Auch die zirka 350 Arbeitsstunden von 20 Helfern, Eltern und Großeltern werden vom Amt für Ländliche Entwicklung bezuschusst. Die Förderung erreicht damit zirka 70 Prozent. Die weiteren vier Spielplätze im Gemeindegebiet im Blick versprach der Bürgermeister auch deren Fortentwicklung. Verbunden mit dem Wunsch, dass das "Kinderland" mit viel Leben erfüllt werde und es viele Eltern zur regelmäßigen Pflege des Geländes geben möge, erklärte Nickl das Spieleparadies für eröffnet.
Den kirchlichen Segen verband Pfarrer Pater Adrian Kugler mit der Hoffnung auf viel Freude durch das Spielangebot. Als Vertreter des Amts für Ländliche Entwicklung und als stellvertretender Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Speinshart würdigte Karsten Hessing das Projekt mit Blick auf den Gemeinschaftsgeist als Werk der Bürger und verwies auf Dorferneuerungsmittel von 81 000 Euro. Eine frohe Botschaft gab es auch für die Hirthausfreunde in Münchsreuth: Hessing kündigte für den Bau einer Gemeinschaftshalle einen 50 000-Euro-Zuschuss an.
„Wunderbar, einzigartig, genial“, nannte Diplom-Ingenieurin Gisela Fanck-Reiter das neue "Kinderland". Im Wissen um die Gemeinschaftsleistung der Speinsharter stellte die Planerin fest: „Es waren zwar viele Köche beteiligt, aber das Gourmet-Angebot erfüllt die Ansprüche an ein Fünf-Gänge-Menü.“
Dem offiziellen Teil folgte ein fröhliches Fest. Während eine große Kinderschar ihr neues Reich eroberte, genossen die Erwachsenen bei familiengerechten Preisen das Angebot an Speisen und Getränken. Den musikalischen Part übernahmen die "Klosterbläser" mit einem bemerkenswerten Repertoire an bayerisch-böhmischer Blasmusik.













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