19.12.2019 - 11:34 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Von Krippengeld bis Seniorenförderung

Den Lebensabend in häuslicher Umgebung zu erleichtern - dieses Ziel der Seniorengemeinschaft "GeHiH" unterstützt auch die Gemeinde Speinshart. Alle Räte sind sich deshalb einig, die finanzielle Unterstützung fortzusetzen.

von Robert DotzauerProfil

Einen Antrag des Vereins "Generationen Hand in Hand" (GeHiH) mit Sitz in Eschenbach auf Fortsetzung der Förderung billigte der Gemeinderat einstimmig. GeHiH-Vorsitzender Karl Lorenz verwies in seinem Schreiben auf eine positive Entwicklung der seniorenfreundlichen Einrichtung mit derzeit über 400 Mitgliedern nach der vierjährigen Erprobungsphase.

Mitgliederbeiträge, Staatszuschüsse und Stundenvergütungen reichten allerdings nicht aus, um die Kosten zu decken, zitierte Bürgermeister Albert Nickl aus dem Antrag. Der Wunsch des Vereins an die beteiligten Kommunen, wie bisher einen Zuschuss von 50 Cent je Einwohner pro Jahr zu gewähren, stieß im Gremium auf offene Ohren. Gabi Müller verwies zudem auf die generationsübergreifende Arbeit des Vereins. Der kommunale Zuschuss gilt für eine Förderperiode von drei Jahren.

Über die Prüfung der Jahresrechnung 2018 berichtete zweiter Bürgermeister Roland Hörl, der „keine Auffälligkeiten“ meldete. Allenfalls auffällig sei das große Haushaltsvolumen, eines der größten in der Gemeindegeschichte, merkte Hörl an und verwies beispielhaft auf die Großinvestitionen in die Schulhaussanierung mit Eröffnung einer offenen Ganztagsschule, an die Kosten für das Haus der Vereine und an die Erschließung des Baugebietes "Maifurt" in Tremmersdorf. „Die Gemeinde investierte in Zukunftsprojekte ohne dramatische Neuverschuldung“, erklärte Roland Hörl zur Alternativlosigkeit der genannten Projekte.

Positiv bewertete er auch die beachtliche Zuführung von 433 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt 2018. Besonderen Dank zollte der zweite Bürgermeister in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses der vorbildlichen Arbeit von Kämmerer Karl Stopfer. Einstimmig folgte die formelle Feststellung der Jahresrechnung einschließlich der Entlastung des Bürgermeisters durch die Räte.

Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 beriefen sie einstimmig Werner Dobmeier zum Wahlleiter und Josef Gradl zu seinem Stellvertreter.

Den Informationsteil eröffnete Bürgermeister Albert Nickl mit Hinweisen auf laufende Baumaßnahmen. Er berichtete von guten Fortschritten bei den Zimmerer- und Baumeisterarbeiten in und an der Scheunenanlage, verwies auf den Abschluss der Bankettarbeiten an der „Betonstraße“ und meldete die terminlich punktgenaue Asphaltierung der Milchgasse. Fertiggestellt und schon abgenommen seien der Stichweg „An der Creußen“ und der Fahrbahnteiler auf Höhe des FC-Sportheimes. „Damit haben wir alle vier Baumaßnahmen des Jahres 2019 zügig umgesetzt“, erklärte Nickl voller Genugtuung. Eine „Topleistung“ bescheinigte er der Baufirma Prösl.

Weitere Informationen galten der Einführung des Bayerischen Krippengeldes. Der Bürgermeister verwies auf das Inkrafttreten des Gesetzes zum 1. Januar 2020 und erläuterte: „Vom Krippengeld profitieren Eltern mit Kindern ab dem zweiten Lebensjahr. Das Krippengeld knüpft an den Besuch der Kindertagesstätte und wird bis zum 31. August des Kalenderjahres gezahlt, in dem das Kind das dritte Lebensjahr vollendet."

Damit sei die Beitragsentlastung für die gesamte Kindergartenzeit nahtlos gegeben, sagte er. Mit dem Krippengeld werde ein Elternbeitrag bis zu 100 Euro erstattet; es sei allerdings einkommensabhängig. Nickl verwies in diesem Zusammenhang auf ausführliche Informationen in einem Schreiben an die betroffenen Eltern.

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