29.10.2019 - 13:03 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Lebensmittel retten und Menschen helfen

Die Tafeln sind eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit. Ein Bild von der wertvollen Arbeit der Tafel in Bayreuth machen sich Mitglieder der katholischen Gremien in der Pfarreiengemeinschaft Schlammersdorf/Speinshart.

Tief beeindruckt zeigen sich Pfarrgemeinderäte und Mitglieder der Kirchenverwaltungen aus der Pfarreiengemeinschaft Speinshart/Schlammersdorf (Bild) von den Leistungen der Tafel Bayreuth und vom Einsatz der ehrenamtlichen Helfer.
von Robert DotzauerProfil

Unglaubliche Mengen an einwandfreien Lebensmitteln werden vernichtet, gleichzeitig sind viele Menschen nicht in der Lage, sich ausreichend und gesund zu ernähren. Nach Schätzungen des World Wildlife Fund (WWF), einer der größten Umweltorganisationen weltweit, landen in Deutschland pro Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro im Müll.

Daran setzt die Hilfe der Tafel an. Sie schlägt eine Brücke zwischen der Verschwendung von Nahrung und der Linderung der Not. Mitglieder des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltungen in der Pfarreiengemeinschaft Speinshart-Schlammersdorf machten sich deshalb auf den Weg, um hinter die Kulissen der Tafel Bayreuth zu blicken.

Vorsitzende Ingrid Heinritzi-Martin führte die Besucher aus Vorbach, Oberbibrach, Schlammersdorf, Münchsreuth und Speinshart durch die Räume in der Justus-Liebig-Straße. 140 ehrenamtliche Helfer bedienen dort pro Woche bei der Ausgabe von Lebensmitteln regelmäßig bis zu 1000 Kunden. Dabei handelt es sich um Menschen in einer wirtschaftlich schwierigen Lebenslage, zum Beispiel Bezieher von Arbeitslosengeld II oder einer Grundsicherung. Die Betroffenen zahlen nur Kleinbeträge und erhalten Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 50 Euro je Person.

Die Gäste aus der Nordoberpfalz waren beeindruckt von einer ausgefeilten Logistik und vom hohen hygienischen Standard in den Kühl-, Lager-, Arbeits- und Verkaufsräumen. Großes Interesse weckten die vielen Helfer, die mit unterschiedlichsten Aufgaben betraut sind: als Fahrer bei der Abholung der Waren in den Märkten, Bäckereien und Bauernhöfen, beim Zwischenlagern in den Kühlräumen, beim Portionieren und beim Aussortieren, beim Bewältigen der Verwaltungsarbeiten und schließlich bei der Ausgabe der Lebensmittel. Die Besucher kamen zu der Erkenntnis, dass in der Tafel die Nächstenliebe triumphiert. Damit verbunden ist die Genugtuung, mit qualitativ einwandfreien Lebensmitteln hilfsbedürftigen Menschen zu helfen.

Die Tafel Bayreuth besteht seit 15 Jahren und finanziert sich durch die Unterstützung von Förderern und Ladenpaten. Die Privatleute, Bürogemeinschaften, Vereine oder Gewerbetreibenden helfen durch einmalige oder regelmäßige Geldspenden, die nicht unerheblichen Unterhaltskosten, zum Beispiel für die Räumlichkeiten und die Fahrdienste, zu decken.

Noch tief beeindruckt vom Rundgang und von den leidenschaftlichen ehrenamtlichen Diensten der vielen Helfer zeigten sich die Pfarrgemeinderäte und die Mitglieder der Kirchenverwaltungen der Pfarreiengemeinschaft spendabel. Gertraud Hofmann, Sprecherin des Pfarrgemeinderats, dankte der Tafel-Vorsitzenden Ingrid Heinritzi-Martin mit einem Blumenstrauß und überreichte eine Geldspende.

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