05.02.2019 - 15:41 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Ohne Frauen geht gar nichts"

Kirche und Kommune sind sich einig: Beim Katholischen Frauenbund Speinshart herrscht das ganze Jahr über Blütezeit. Ohne die Frauen wäre das Gemeinde- und Pfarrleben ärmer. Auch die Ehrengäste stimmen in das Lob ein.

Arbeiten und spenden, heißt es beim Katholischen Frauenbund Speinshart. Ein Großteil der Einnahmen aus Veranstaltungen fließt wohltätigen Zwecken zu. In der Generalversammlung überreichen Vorsitzende Elisabeth Nickl (rechts) und ihre Stellvertreterin Maria Seitz (von links) überreichen diesmal Spendenschecks über je 300 Euro an Bernhard Steghöfer (Förderverein für Schwerkranke), Elisabeth Merkl (Frauenhaus der Diakonie Weiden) und das Ehepaar Kiener (Verein „Karolina“ zur Unterstützung misshandelter Kinder)).
von Robert DotzauerProfil

"Zu Euch komme ich gern, da fühlt sich jedermann wohl", schmeichelte zweiter Bürgermeister Roland Hörl und Pfarrer Adrian Kugler stellte fest: "Ohne Frauen geht gar nichts." Bei so viel Anerkennung herrschte in der Generalversammlung des 104 Mitglieder starken Zweigvereins des Katholischen Deutschen Frauenbundes prächtige Stimmung - auch ohne Faschingsgaudi. Beim Rückblick auf das abwechslungsreiche Programm 2018 wussten alle: "Beim Frauenbund funkelt der Ideenreichtum."

Blumen gab es schon bei der Begrüßung: Vorsitzende Elisabeth Nickl ließ für die Neumitglieder Cornelia Neukam und Elfriede Schinner Rosen sprechen. Im weiteren Verlauf bestätigte sich ihre Feststellung: "Bei uns rührt sich was." Der Jahresbericht, verfasst von Schriftführerin Sieglinde Kroher und vorgetragen von der stellvertretenden Vorsitzenden Maria Seitz, untermauerte dies. Ein stilles Gedenken galt dem verstorbenen Mitglied Franziska Vetter.

Maria Seitz führte den Mitgliedern noch einmal ein glanzvolles Vereinsjahr vor Augen. Beispielhaft verwies sie auf die spektakulären Höhepunkte des "Flower-Power"-Faschingsballes und die Teilnahme einer Frauengruppe am Seilzieh-Wettbewerb gegen einen Bundeswehr-Lkw. "Eine starke Damenmannschaft löste beim Bürgerfest eine Riesengaudi aus", lautete das einhellige Urteil. Die vom Bürgermeister versprochene Kiste Sekt traf mit großer Verspätung erst bei der Generalversammlung ein.

Seitz verwies zudem auf den Kaffee- und Kuchenstand, der bei Großveranstaltungen immer eine wichtige Stütze sei. Es folgte eine Aufzählung weiterer gut besuchter Veranstaltungen: Heilfastentage, Weltgebetstag, Wellnesswochenende in Cham, Palmbuschen-Binden mit einem Verkaufserlös von 824 Euro, Abendandacht in Tremmersdorf unter Mitgestaltung von Gabriele Scherl und der Gruppe "Cantemus", Maiandacht in Münchsreuth mit anschließender Brotzeit im Hirthaus und Wildkräuter-Kochkurs unter Anleitung von Jutta Bundscherer. Das Mitglied des Führungsteams erinnerte zudem an das Abendlob auf dem Barbaraberg, das traditionelle Kräuterbüschl-Binden, den Besuch der Rettungsleitstelle Weiden mit Einkehr, das Frauenfrühstück mit zum Thema "Homöopathie für jeden Tag", den Abend mit Birgit Ziegler zum Thema "Aroma-Öle" und die Adventsfeier.

Elisabeth Nickl ergänzte den Rückblick mit einem Dank an die vielen hilfsbereiten Mitglieder. Ob beim Basteln oder bei Einsätzen bei Konzerten in der Internationalen Begegnungsstätte: Auf die Frauen sei Verlass, betonte die Sprecherin. Als federführend nannte sie Monika Höllerl und Barbara Henfling mit ihren Seitenthaler Frauen, das Team von Gabriele Scherl, die Gruppe "Cantemus" sowie "Motivator und Mutmacher" Pater Adrian.

Erfreut zeigten sich die Mitglieder von der guten finanziellen Entwicklung. Unter Hinweis auf die vielen Spenden zog Schatzmeisterin Silvia Dietl auch eine Bilanz der Menschlichkeit. Ein bisschen dünner wurde das Finanzpolster anschließend: Mit jeweils 300 Euro bedachte der Frauenbund das Frauenhaus in Weiden, den Verein "Karolina" zur Unterstützung misshandelter Kinder und den Förderverein für Schwerkranke.

"Perle der Gemeinde":

Komplimente über Komplimente

Der geistliche Beirat des Zweigvereins, Prior Pater Adrian Kugler, lud zur Vorführung des Filmes „Ein Mann seines Wortes“ für 22. März nach Vorbach ein. In dem Film über Papst Franziskus geht es um dessen Aufruf des Kirchenoberhauptes, der sozialen Ungerechtigkeit zu begegnen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Diese Solidarität betreffe auch das Verhältnis zwischen Mann und Frau, sagte Kugler. Nur eine Sicht wechselseitiger Unterstützung könne die Welt zum Positiven weiterentwickeln, urteilte der Seelsorger. Mit Blick auf die Weltkirche merkte er an: „Die Frauen entscheiden, ob die Kirche Zukunft hat.“ Diese Entwicklung gelte aber auch für die Ortskirche. In der Pfarrei seien Frauen und Mütter das Rückgrat der Gemeinde. Alles, was mit Arbeit zu tun habe, bleibe auch an den Frauen hängen, stellte der Seelsorger fest. Mit der Feststellung „Die hierarchische Männergesellschaft in der Kirche sollte es als Chance betrachten, wenn Frauen mitarbeiten“, plädierte er für Frauen in Leitungsfunktionen und für eine bessere Anerkennung des Leistungsbildes der Frauen in einer Kirche mit Zukunft. Schon in der Urkirche sei dieses Miteinander prägend gewesen. Der Prior dankte dem Frauenbund für das vielfältige Engagement in der Pfarrgemeinde und bat um weitere Unterstützung.

„Die Klosteranlage ist die Perle der Oberpfalz und der Katholische Frauenbund ist die Perle der Gemeinde“: Zweiter Bürgermeister Roland Hörl erwies sich in seinem Grußwort als Charmeur. Auf den Frauenbund sei Verlass, betonte er etwa mit Blick auf das große Engagement bei den Bürgerfesten und Verweis auf den reichen Veranstaltungskalender des Jahres 2018 mit seinen vielen Angeboten für alle.

Veranstaltungsreigen:

Karneval, Wein und Märchen

Der Tatendrang des Zweigvereins Speinshart des Katholischen Frauenbundes DFB-Ortsverbandes Speinshart setzt sich fort. Dabei setzt Sprecherin Elisabeth Nickl auf eine starke Unterstützung durch die Mitglieder. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“, heißt die Jahreslosung.

Mit dem Faschingstanz am Samstag, 23. Februar, steht dabei ein erster Kracher bevor: Die Damenwelt lädt unter dem Motto „Karneval in Venedig“ zum Faschingsvergnügen ein. Nickl appellierte an die Anwesenden, beim Organisieren der Großveranstaltung nicht abseits zu stehen. Ein Labsal für Herz und Seele folgt im nächsten Monat: das dreitägige Wellness-Wochenende vom 15. bis 18. März in Eibenstock im Erzgebirge. Ostern lässt am 27. März und am 3. April grüßen: Dann werden Palmbuschen gebunden. Körper-Entschlackung ist an den Heilfastentagen vom 8. bis 12. April angesagt. Tradition hat die Organisation einer Maiandacht, die für 15. Mai im Terminkalender steht.

Der abwechslungsreiche Veranstaltungsreigen setzt sich am 28. Juni mit einer Weinprobe bei der Familie Pfleger auf dem Barbaraberg fort. Im Juli folgt ein Gottesdienst, ebenfalls auf dem Barbaraberg. Ein Muss ist das Kräuterbüschel-Binden am 14. August, einen Tag vor dem Fest Mariä Himmelfahrt. Nachdenkliches plant der Vorstand für den September: Eine Informationsfahrt führt die Frauen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Der Herbst ist auch die Zeit für ein Frauenfrühstück (5. Oktober) und ein Rosenkranzgebet in Tremmersdorf (16. Oktober). Romantisch wird es im November: Der Erfolg des Vorjahres beflügelt zu einem weiteren Märchenabend mit Edeltraud Portner in der Wieskapelle. Den Jahresabschluss bildet wie gewohnt eine romantisch-beschauliche Adventsfeier (11. Dezember).

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