30.09.2020 - 13:11 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Speinshart ehrt die Gottesmutter

Das Rosenkranzfest hat in Speinshart eine lange Tradition. Es erinnert an die Wiederbesiedlung des Klosters im Jahr 1921. Der Blick geht an diesem Tag aber noch viel weiter zurück.

Mitten im Kirchenschiff der Klosterkirche grüßt die Rosenkranzkönigin die Gläubigen. Zu ihren Ehren wird alljährlich das Rosenkranzfest gefeiert.
von Robert DotzauerProfil

Seit vielen Jahrhunderten wird die Mutter Gottes in Speinshart als Rosenkranzkönigin verehrt. Zu den Höhepunkten dabei zählt jeweils am ersten Sonntag im Oktober das Rosenkranzfest. Auch am Sonntag, 4. Oktober, wird es wieder gefeiert. Im Mittelpunkt steht um 9.30 Uhr ein Pontifikalamt mit dem emeritierten Generalabt der Prämonstratenser Thomas Handgrätinger.

Die Tradition des Rosenkranzfestes geht auf das Jahr 1571 zurück. Das Hauptbild an der Decke einer Seitenkapelle zeigt die Seeschlacht von Lepanto. Bei diesem Gefecht im Oktober 1571 in der Meerenge vor der griechischen Küste besiegte die christliche Liga eine vermeintlich übermächtige osmanische Armada. Die Jungfrau Maria soll der christlichen Flotte zum Sieg verholfen haben, so die Überlieferung.

Auch deshalb widmeten die italienischen Künstler Carlo Domenico und Bartholomeo Lucchese in der Klosterkirche Speinshart dem Rosenkranz eine eigene Kapelle. Im Zuge der Barockisierung der Klosterkirche nach 1714 erhielt die in den Jahren 1671/72 gegründete Rosenkranzbruderschaft ihren eigenen Altar.

Mitten in der Klosterkirche grüßt Maria zudem als Rosenkranzkönigin, umrahmt von drei Rosenkränzen, die an die Freude und die Schmerzen im Lebens Mariens erinnern. Der dritte Rosenkranz steht für den Trost im Gebet und im Glauben.

Mit dem Rosenkranzfest im Jahr 1921 kam es in Speinshart zur Wiederbesiedlung des Klosters durch das Stift Tepl. Dabei nahm eine neue Ära ihren Anfang. Seit nunmehr 99 Jahren wirken wieder Prämonstratenser in Speinshart und blicken nach der Generalsanierung des Klosters voller Zuversicht in die Zukunft. Der Festgottesdienst soll dafür ein Zeichen setzen.

Dem Pontifikalamt um 9.30 Uhr geht ein feierlicher Rosenkranz um 9 Uhr voraus. Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie besteht am Samstag, 3. Oktober, von 15 bis 16 Uhr wieder Beichtmöglichkeit. Dabei ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Pfarrei verweist zudem auf die Einhaltung der Abstandsregeln vor dem Beichtzimmer beziehungsweise vor der Beichtkapelle. Auch beim Festgottesdienst gelten die Coronaschutz-Regeln, die allgemein zu beachten sind.

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