Das Kloster Speinshart hat Nachwuchs bekommen. Eigentlich eine sensationelle Meldung. Neue Patres in der Prämonstratenserabtei? Doch Pater Johannes Bosco meldete nicht drei Neuankömmlinge im Kloster, sondern auf dem Dach des Klostergasthofes. Dort oben in luftiger Höhe hatte im März der Gemeindebauhof mit Einwilligung der Abtei auf der Kamin-Attrappe des Gebäudes ein Storchennest installiert. Ein Luxusappartement, wie damals Pater Benedikt Schuster und Naturpark-Ranger Stefan Niclas betonten. Beide zeichneten auch für den fachgerechten Horstbau „nach wissenschaftlichen Erkenntnissen“ verantwortlich.
Nun erwies sich die Arbeit beider Experten für die neue Heimstatt für Meister Adebar als Volltreffer. Schon im April, kurz nach dem Verankern des Weidengeflechts, fand ein Storchenpaar Gefallen am neuen Horst. Die Speinsharter hofften deshalb auf ein „fruchtbares“ Storchenjahr.
Bei der Hoffnung allein sollte es nicht bleiben. Die große Überraschung eröffnete sich Pater Johannes Bosco nach dem mühsamen Aufstieg Stufe für Stufe hinauf in den Glockenstuhl der Kirchtürme. Bei bester Sicht in den Horst entdeckte der Pater das perfekte Familienglück.
Im Weidengeflecht warten drei Storchenkinder geduldig auf die „Mitbringsel“ von Vater und Mama Storch. Reichlich sind die Futterquellen rund um Speinshart. Gespannt warten nun die Speinsharter auf die ersten Flugübungen der schwarz-weißen Segler. Die Namen für das Weißstorch-Paar und ihren Nachwuchs sind noch zu vergeben.



















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