11.02.2019 - 11:57 Uhr
SpeinshartOberpfalz

"Sprunghaftigkeit und Deals sind der falsche Weg"

Speinshart braucht gute Freunde. Auf sie bauen Kloster und Gemeinde bei der Unterstützung weiterer Projekte. Nimmt man das politische Interesse beim Lichtmess-Empfang als Maßstab, hat das Klosterdorf gute Chancen.

Dem Eintrag der Ehrengäste in das Goldene Buch der Gemeinde soll weitere nachhaltige Unterstützung folgen. Das erhoffen sich jedenfalls Kloster und Gemeinde. Unser Bild zeigt (von links) Abt Hermann Josef Kugler, Landrat Andreas Meier, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die Landtagsabgeordneten Stephan Ötzinger und Tobias Reiß sowie Bürgermeister Albert Nickl.
von Robert DotzauerProfil

Bilder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zeichnete beim gemeinsamen alljährlichen Lichtmessempfang von Kloster und Gemeinde Abt Hermann Josef Kugler. Der Administrator der Abtei Speinshart verwies vor einem stattlichen Publikum, unter ihnen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, auf den zunehmenden Egoismus in der Weltpolitik. Gleichzeitig entdeckte der Prämonstratenser-Abt beim Empfang einen anderen Geist, der einen vertrauensvollen und verlässlichen Umgang von kirchlich und politisch Verantwortlichen im Sinn habe.

„Sprunghaftigkeit und Deals sind der falsche Weg“, machte Kugler vielsagend deutlich. Der Abt wies stattdessen am Sonntagvormittag im Musiksaal des Klosters einen Weg des Miteinanders in einem christlich geprägten Freistaat. Er betrachtete den Kulturstaat Bayern, die Staatsregierung und alle Verantwortlichen im Lande als Partner und Verbündete. „Es ist schön zu wissen, dass Speinshart Sachwalter hat, die mit ihrem beherzten Einsatz die Abtei nachhaltig fördern“, stellte der Chef der Klöster Windberg, Roggenburg und Speinshart fest.

Für das beständige Wohlwollen nannte der Abt viele Namen, vom Ministerpräsidenten bis zu Bürgermeister Albert Nickl, von Georg Girisch, dem Vorsitzenden des Fördervereins, bis zu vielen treuen Speinshart-Freunden. „Das kulturelle Herz der Region schlägt in Speinshart. Helfen Sie mit, diese Mitte gemeinsam mit der Klostergemeinschaft mit Leben zu erfüllen und als Ort der Begegnung für Glaube und Kultur zu erhalten“, lautete die Bitte des Redners.

Diesem Bekenntnis zu Kloster und Region folgte ein weiterer Appell zur Geschlossenheit. „Die Kraft des ländlichen Raumes liegt in der Gemeinschaft“, urteilte Bürgermeister Albert Nickl. Der Gemeindechef und Mitveranstalter des Empfangs würdigte vor allem das ehrenamtliche Engagement, das den Lebensgeist der Dörfer fördere. Die Dankadressen gehörten deshalb all jenen, die diesen Gemeinschaftsgeist hochhalten. „Ohne diese vielen guten Geister wäre unsere Heimat nicht halb so attraktiv“, erklärte Nickl.

Den Dank an die vielen Unterstützer des Klosterdorfes verband er mit Wünschen an die Landtagspräsidentin und die versammelten Vertreter des öffentlichen Lebens: „Es ist in Speinshart viel geschehen, aber die Liste der dringend notwendigen Projekte ist noch lang.“ Entscheidungsträger, auf die der Bürgermeister baut, verewigten sich schon einmal im Goldenen Buch der Gemeinde.

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