18.04.2019 - 13:06 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Totengedenken läutet Jubiläum ein

Der Krieger- und Soldatenkameradschaft stehen bewegte Tage bevor: Sie feiert im Mai ihr 100-jähriges Bestehen. Dieses ist verbunden mit einem Vergleichsschießen - und mit internationaler Beteiligung.

Major Denny Ziegert und zweiter Bürgermeister Roland Hörl (von rechts) zeichnen Gerhard Steger, Richard Neukam, Max Wagner und Manfred Walberer (von links) mit Verdienstspangen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus.
von Walther HermannProfil

Der Vorstand nutzte die Jahreshauptversammlung, um die rund 30 erschienenen Kameraden über den Programmablauf in Kenntnis zu setzen. Vorsitzender Max Wagner informierte über das Vergleichsschießen am 15. Mai und freute sich bereits über die Zusage deutscher und amerikanischer Soldaten.

Zu den Festtagen am 25. und 26. Mai auf dem Areal vor der Wieskapelle nahm Hans Meier Stellung. Für Samstag, 18 Uhr, kündigte er ein Totengedenken am Kriegerdenkmal und danach einen Festgottesdienst in der Klosterkirche an. „Zum weiteren Festbetrieb mit Weinabend gehören die Siegerehrung des Vergleichsschießens und Stimmungsmusik mit Manuel Rahm“, teilte der Schriftführer mit.

Der Feldgottesdienst am Sonntag, 9.30 Uhr, soll zugleich das Ziel eines Sternbittgangs der Pfarreiengemeinschaft sein. Frühschoppen und Mittagessen im Festzelt schließen sich an. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Blaskapelle Creußen. Zum Nachmittagsprogramm gehören Kaffee und Kuchen, Kinderbelustigung durch die Landjugend und eine Vorführung der Pateneinheit der Bundeswehr aus Weiden. Ab 14.30 Uhr geben die "Klosterbläser" den Ton an.

Max Wagner, der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK), hatte in der Gaststätte Schmid dem neuen Kompaniechef der Pateneinheit, Major Denny Ziegert, und zweitem Bürgermeister Roland Hörl ein herzliches Willkommen entboten. Nach dem Totengedenken ließ er das Jahresgeschehen 2018 der 95 Mitglieder starken Kameradschaft mit 32 eigenen oder besuchten Veranstaltungen Revue passieren. Der Vorsitzende berichtete von Vorstandssitzungen, Geburtstagsfeiern, Einladungen der Kommune, der Teilnahme an vier Veranstaltungen der Pfarrei, an Veranstaltungen der KSK Burkhardsreuth und Michelfeld sowie der Feuerwehren Speinshart und Burkhardsreuth. Auch ging er auf zwei Übungsschießen, die Mitgestaltung des Bürgerfests und des Volkstrauertags sowie die Beteiligung an der Kreis-, Bezirks- und Landesversammlung des Bayerischen Soldatenbundes ein.

Erlebniswert schrieb Wagner der Zeremonie des Chefwechsels bei der Pateneinheit in Weiden und dem Besuch der Einheit auf dem Truppenübungsplatz Munster zu. Ein erneutes Spitzenergebnis bescheinigte er den Sammlern für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). Beim Jahresempfang des VDK-Bezirksverbandes im März im Kloster Speinshart sei der KSK eine besondere Ehrung zuteil geworden.

Einen überschwänglichen „Erlebnisbericht“ erstattete Hans Meier zum viertägigen Vereinsausflug nach Ungarn mit Kranzniederlegung an einem deutschen Soldatenfriedhof. Von einem ausgeglichenen Haushalt berichtete Kassier Wolfgang Meier. „Ihr seid gut strukturiert“, bescheinigte zweiter Bürgermeister Roland Höl der KSK und dankte für die Mitgestaltung des Volkstrauertags und die Sammlungen für den VDK. In der zahlreichen Teilnahme an Veranstaltungen sah er eine Anerkennung für Max Wagner.

„Ich habe an meinen bisherigen Dienstorten nirgends eine Kameradschaft erlebt wie hier in Speinshart“, versicherte Major Denny Ziegert. Mit dem Hinweis, dass sich seine Teileinheit über die Verbindung zu Speinshart freut, erhoffte er sich eine lange weitere gegenseitige Verbindung. Da die Soldaten aber Mitte Mai zum Teil ins Baltikum verlegt werden, bedauerte er, nur mit einer kleinen Abordnung am Jubiläum teilnehmen zu können.

Gemeinsam mit zweitem Bürgermeister Roland Herl zeichnete er im Namen des VDK vier Kameraden „in Anerkennung der Verdienste um das Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Völkerverständigung und der Förderung des Friedens dient“, mit Verdienstspangen aus. Die Spange in Gold erhielten Richard Neukam, Gerhard Steger und Max Wagner, die in Weißgold ging an Manfred Walberer.

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