Die Eigenheiten, das Gemeinsame, die Verschiedenheiten von Deutschen und Tschechen, humorvoll, mit zum Teil überraschenden Aufnahmen, stellen die Foto-Künstler Herbert Pöhnl (Viechtach) und Edmund Stern (Zwiesel) im Kreuzgang des Klosters vor. Beide Fotografen und Autoren waren in Böhmen unterwegs und haben dort das Alltagsleben festgehalten. Die Eröffnung der Ausstellung „Setkání“ zu Deutsch Begegnungen, war für den Leiter der Internationalen Bildungsstätte Thomas Englberger ein willkommener Anlass, um die speziell von Speinshart geförderte deutsch-tschechische Freundschaft zu unterstreichen.
Im Rahmen des Speinshart-Tages eröffnet, ergänzt das Bilderprojekt der beiden Niederbayern, Edmund Stern war entschuldigt, die derzeit laufenden Ausstellungen des tschechischen Bildhauers Ales Hnizdil ("Stille Gespräche") und die Fotoserie „Die Erinnerungen der Anderen“ von Yvonne Most, die in ihren Bildern ihren sudetendeutschen Wurzeln nachgeht.
Es sind fröhliche Aufnahmen, die ab sofort im Kreuzgang zu sehen sind. Herbert Pöhnl stellte die 13 Bilder dem emeritierten Generalabt der Prämonstratenser Thomas Handgrätinger, der Klostergemeinschaft und den zahlreichen Besuchern vor, die nach dem Festvortrag von Abt Filip Zdenek Lobkovicz über die wechselvolle Geschichte des Klosters Tepl den Weg in den Kreuzgang fanden. Stets strahlen Herbert Pöhnls und Edmund Sterns Protagonisten Selbstbewusstsein, beherzte Unvoreingenommenheit und Offenheit aus. Aufgenommen im bayerisch-böhmischen Grenzraum betrachtet das Duo ihr Gegenüber mit einem unverstellten Blick auf das Wesentliche. Es sind Bilder mit einer aufregenden Mischung des Alltäglichen, aus Klischees und Faktischem, Sorgen, Hoffnungen und historischem besteht.
Fotos sind allerdings das eine – mit den Leuten reden das andere, bemerkte Pöhnl, Träger des Brückenbauer-Preises des Centrums Bavaria Bohemia. Deshalb nannte der Fotograf die Begegnungen als wichtigen Baustein guter deutsch-tschechischer Beziehungen. Pöhnl empfahl, die nachbarschaftlichen Kontakte weiter zu vertiefen und sich auf menschlicher Ebene gegenseitig kennen zu lernen. Aus diesen Begegnungen entstehe Verstehen und Tolerieren. Das Sich-Kennen-lernen müsse allerdings auch gewollt sein, um eine gute Nachbarschaft zu gründen, bemerkte Pöhnl.















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