Yara-Ensemble präsentiert instrumental barocke Meisterklasse in Speinshart

Speinshart
05.08.2022 - 10:26 Uhr

Schon zum Auftakt des Speinsharter Ablegers des Festivals junger Künstler gab es Kammermusik vom Feinsten. Das Yara-Ensemble präsentierte festliche Barockmusik.

Im Rahmen des Festivals junger Künstler Bayreuth gastierte zum Auftakt der Speinsharter Sommerkonzerte das Yara-Ensemble

„Wir haben uns Großes vorgenommen“, versicherte Sissy Thammer, Intendantin des 72. Festivals junger Künstler Bayreuth. Thammer ist seit Jahrzehnten das Gesicht des Festivals. Das Treffen findet zum 72. Mal statt und ist eine Institution. Erst recht in wilden Zeiten mit ihren Krisen und Umbrüchen. Deshalb bezeichnete Sissy Thammer bei der Eröffnung des „Festival-Ablegers“ in Speinshart das Traditions-Treffen auch als eine lebendige Form internationaler Völkerverständigung.

Das wurde bereits beim ersten Sommerkonzert hinter den Klostermauern der Abtei deutlich. „Kultur heißt, Schöpfung bewahren und eine Vorreiterrolle einnehmen“, betonte Thammer im Blickfeld des imposanten barocken Gesamtwerkes der Kloster- und Pfarrkirche.

Barocke Meistertöne waren auch vom Ensemble zu vernehmen. Im Spannungsfeld der Komponisten Arcangelo Corelli, Francesco Geminiani, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach ergründete das Yara-Ensemble mit „Barocco“, so das Thema der festlichen Barockmusik, die Violinsonaten der Komponisten. Besonders die Triosonaten von Corelli und Bach zeichneten sich durch eine gleichberechtigte musikalische Partnerschaft des Tastinstruments aus – ein Ideal der Kammermusik in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch Georg Muffats Sonate für Violine solo und Basso Continuo stand für die Höhepunkte der barocken Violinmusik.

Für das Quartett mit Florian Moser und Martin Schneider (Violine), Tim Krüger (Cembalo) und dem musikalischen Leiter Felix Thiedemann (Violoncello) war es eine dankbare Programm-Zusammensetzung mit idealer Instrumentierung. Gemeinsame Basis des Ensembles ist es, Musik in historischem Kontext zu erarbeiten und aufzuführen. Dazu gehörte, sich mit Instrumenten, Saiten, Bögen und Stimmungen in dem historischen Umfeld der ehrwürdigen Klosterkirche auseinanderzusetzen. Eine Demonstration, die den jungen Musikern mit den Triosonaten in g- und h-moll von Corelli, der Bachschen Triosonate C-Dur nach der Orgelsonate BWV 529, der Sonate in g-moll von Händel, Geminianis Sonate in d-moll, Op. 5 und Muffats Sonate in D-Dur eindrucksvoll gelang. „Barocke Meisterklasse“, hieß zusammenfassend auch das Zuhörerecho.

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