13.06.2018 - 15:29 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Zwei Monate Schulfrühstück

"Kinder laufen für Kinder": Unter diesem Motto setzen sich Anfang Mai die Mädchen und Buben der Grundschule Am Rauhen Kulm in Bewegung. Von der Aktion profitieren Schüler und Lehrer im Gebirgsdorf Tugjevc im Kosovo.

Sehr zu wünschen übrig lassen in der Schule im Gebirgsdorf Tugjevc im Kosovo.die Toiletten, vor allem im Winter.
von Autor FFZProfil

(ffz) Weit über 1000 Euro kamen bei dem Sponsorenlauf zusammen. Ein Teil davon wurde einer weiteren Hilfsorganisation übergeben. Darüber hinaus erwirtschafteten die Schüler durch den Verkauf von Freundschaftsbändern in der Theaterwoche fast 200 Euro. Spenden im Kollegium ließen die Summe wieder auf 1000 Euro anwachsen.

Dieses Geld wurde nun Hans Karl für seine Aktion "Für das Leben und die Hoffnung" übergeben. Im September und Oktober können damit Kinder und Lehrer im Gebirgsdorf Tugjevc im Kosovo an der Grenze zu Mazedonien täglich mit einem Schulfrühstück versorgt werden.

Viele Menschen ziehen aus dieser Gegend weg, da es kaum Arbeit gibt, so dass die Schulfamilie auf 25 Schüler und 5 Lehrer zusammengeschmolzen ist. Ein Croissant mit Tee oder Kaba und ein Joghurt kosten circa einen Euro pro Tag und Person. Zum Vergleich: Ein Lehrer bekommt 200 bis 220 Euro monatlich als Gehalt. Dies zeigt, dass die Grundnahrungsmittel nicht billig sind. Hans Karl erläuterte die Schulsituation in dem Gebirgsdorf. Im Klassenzimmer steht ein Holzofen, es gibt ein Waschbecken für die ganze Schule. Erst vor einem Jahr hat seine Organisation für 5500 Euro eine 5 Kilometer lange Wasserleitung dorthin legen lassen. Ein unverputztes Häuschen außerhalb des Schulgebäudes dient sommers wie winters als Toilette. Die Funktion eines Gongs übernimmt wie bei uns früher eine Handglocke.

Jede Klasse der Grundschule am Rauhen Kulm schickte zwei Vertreter, um Hans Karl (hinten, Zweiter von links) die 1000-Euro-Spende zu überreichen. Dieser bedankte sich bei Rektor Franz Ficker (links) für die mittlerweile jahrelange Unterstützung der Aktion „Für das Leben und die Hoffnung“. Die Lehrerinnen Sibylle Stock, Ulrike Kneidl und Maria Neumann (hinten, von rechts) freuten sich ebenfalls über den hohen Spendenbetrag.

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