Spielberg bei Waldthurn
11.12.2019 - 08:28 Uhr

Neues Schießzimmer gesucht

Obwohl bei den 1956 gegründeten Tell-Schützen Spielberg Neuwahlen im Raum stehen, beherrscht ein anderes Thema die Jahreshauptversammlung im Gasthaus Feiler in Spielberg.

Auch in schwierigen Zeiten übernimmt Johann Leipold (Vierter von rechts) aus Wampenhof weiter die Führung der Tell-Schützen Spielberg. Bild: fvo
Auch in schwierigen Zeiten übernimmt Johann Leipold (Vierter von rechts) aus Wampenhof weiter die Führung der Tell-Schützen Spielberg.

Der neue junge Besitzer der Gaststätte, Simon Feiler, stellte in Aussicht, dass er das bisherige Schießzimmer, das von privaten Räumen umgeben ist, in Zukunft für private Zwecke benötigt. „Ihr müsst nicht von heute auf morgen raus“. Er stelle in Zukunft die Schießstube für die Tell-Schützen nicht mehr zur Verfügung, folglich kann hier kein Schießsport mehr betrieben werden. Er wolle dem Verein in den nächsten ein bis eineinhalb Jahren aber die Möglichkeit geben, sich nach Ersatz umzusehen. „Wir brauchen einen neuen Raum der im Ort Spielberg sein muss, ansonsten sehe ich für den Verein keine Zukunft“, meinte der alte und neue Schützenmeister Johann Leipold.

Er stellte klar, dass man in den letzten Jahrzehnten hier mietfrei „geduldet“ war und so müsse man diese Entscheidung akzeptieren. Zweiter Schützenmeister Karl Greiner junior versprach, im Rahmen der neuen Vorstandschaft intensiv nach Alternativen zu suchen.

Auch in diesen schwierigen Zeiten übernahm der bisherige Vorstand weiter die Verantwortung. Bereits seit 17 Jahren führt Schützenmeister Leipold nun den Verein. Er wurde, wie die beiden Kassenprüfer Albert Völkl und Alfons Schmid (beide seit 34 Jahren Kassenprüfer) für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Leipold zur Seite steht nach wie vor Karl Greiner junior als Stellvertreter.

Die Vereinsbücher führt die Schriftführerin Petra Schwab, Sabine Dewald hat weiter die Kassengeschäfte im Auge. Bürgermeister Josef Beimler leitete die problemlose Neuwahl. Die schießsportlichen Belange liegen in den Händen von Doris Bodensteiner. Auf die Benennung eines Jugendsportleiters wurde verzichtet. Erik Resene, Martin Völkl und Erika Käs beriefen die Tell-Mitglieder als Beisitzer ins Führungsgremium.

Leipold sprach in seinem Jahresbericht vom Weihnachtschießen der Schüler und Jugend, der Teilnahme am Patrozinium der Waldthurner Pfarrkirche St. Sebastian, den Patron der Schützen. Dreikönigschießen, Jugend-Gaudi-Schießen, Saisonabschlussfeier, Gemeindeschießen, Teilnahme am 100-jährigen Jubiläum der KLJB Waldthurn, Jakobifest, Weinfest Lennesrieth und Königschießen, bei dem am 14. Dezember, die Könige geehrte werden, waren einige Punkte. Sabine Dewald referierte über die sehr positiven Kassengeschäfte.

Einen umfangreichen Bericht über die sportlichen Aktivitäten des relativ kleinen Schützenvereins gab Sportleiterin Doris Bodensteiner ab. Im Vereinsjahr 2019 haben die Tell-Schützen mit drei Mannschaften am Rundenwettkampf teilgenommen (zwei Erwachsene- und eine Schülermannschaft). Die erste Mannschaft mit Karl Greiner, Martin Völkl, Andreas Käs und Ludwig Blödt konnte ihren Platz in der Gau-Liga mit dem 7. Platz nicht halten und stieg in die A-Klasse ab. Spielberg II verteidigte beim Rundenfernwettkampf ihren Platz in der Klasse B.

Die Schülermannschaft erkämpfte sich im Rundenwettkampf der Schüler-Klasse B den ersten Platz. Maximilian Wallmeyer (Ottenrieth) und Sascha Dewald (Wampenhof) belegten bei den Jahrgangsbesten der Vereine Platz 2 und 3. Beim Dreikönigschießen gingen 20 Teilnehmer an den Start und ergatterten sich so manches Wurstpaket. Die drei Schützen mit dem „glücklichsten Händchen“ waren dabei Christian Völkl, Sabine Dewald und Karl Greiner jun.

Beim diesjährigen Gemeindeschießen nahmen 18 Tell-Schützen teil, wobei man den dritten Platz belegte. Bei der dabei herausgeschossenen Glücksscheibe belegte Andreas Käs mit einem „Blattl“ (39 Teiler) den ersten Platz. Beim Wanderpokalschießen des Schützenvereins Altenhammer war der Spielberger Karl Greiner am besten platziert.

Im Mai beendeten die Tell -Schützen die Saison mit einem Blasrohrschießen, an dem sich 13 Schützen beteiligten. Martin Völkl, Sabine Dewald und Patrick Dewald trafen das Ziel am sichersten. Für die am kommenden Samstag stattfindende Königsfeier waren 24 aktive Schießsportler am Start. Die Auswertung läuft.

Bürgermeister Beimler mahnte abschließend, alles daran zu setzen, dass der Verein weiterhin sportlich aktiv ist und weiter besteht. Abschließend wies Leipold auf das Dreikönigsschießen am 5. Januar und die Teilnahme am Patrozinium der Pfarrkirche St. Sebastian am 20. Januar.

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