12.11.2018 - 16:14 Uhr
StadlernOberpfalz

Bauhofleiterin setzt auf Teamarbeit

Mitarbeiter kommunaler Bauhöfe haben ein vielseitiges Aufgabengebiet zu bewältigen. Es braucht Erfahrung und Kenntnisse im Umgang mit Maschinen und Geräten. Der Posten des Bauhofleiters ist meist eine Männerdomäne. Nicht so im Grenzort.

In der Gemeinde Stadlern obliegt Sabine Markgraf die Leitung des gemeindlichen Bauhofs. Egal, welche Arbeit anfällt, die 39-Jährige packt an.
von Ludwig HöcherlProfil

Eine abgeschlossene Ausbildung in der Landwirtschaft, drei Jahre Arbeit als Zimmerer, fast neun Jahre Beschäftigung beim Zweckverband Abfall- und Abwasserwirtschaft in München – Sabine Markgraf ist das Zupacken gewohnt. Die Arbeit im eigenen Haushalt erledigt sie selbstverständlich, aber der Umgang mit Motorsäge, Bulldog, Schweißbrenner und Bohrmaschine ist ihr lieber, erzählt sie lachend gegenüber Oberpfalz-Medien. Auch die Arbeit mit Pickel und Schaufel gehören für die Stadlerner Bauhofleiterin fast zu ihrem Alltag.

Wieder zurück in die Heimat

Vor fast fünf Jahren suchte der Bauhof per Inserat einen Mitarbeiter. Trotz der vielseitigen und interessanten Tätigkeit in der Landeshauptstadt bewarb sie sich auf diese Stelle in ihrem Heimatort - "ich wollte einfach wieder zurück”, gibt Sabine Markgraf unumwunden zu. 2014 gab der Gemeinderat grünes Licht zur Anstellung, für Bürgermeister Gerald Reiter war es aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung des Gremiums.

Wenn die 39-jährige vom Eintritt in diese Männerdomäne vor inzwischen vier Jahren spricht, erinnert sie an ihren Vorgänger Hans Wilfert, von dem sie sehr viel praktisches Wissen im Aufgabengebiet des Bauhofs vermittelt bekam. Nach dessen Tod übernahm sie Verantwortung auf diesem Tätigkeitsfeld. Und das ist, wenn die Gemeinde auch klein ist, recht umfassend: Von A bis Z, von Abwasser bis Zaun-Erneuern ‒ "überall steht Sabine ihren Mann", betont Bürgermeister Reiter. Hecken schneiden, Friedhof, Spielplätze und Gemeindestraßen sauber halten, Reparaturarbeiten an Geräten und Ruhebänken, Kanalschächte entleeren und Rasenmähen stehen genauso auf dem Plan wie das Messen der Zulaufmenge im Wasserhaus . Die Unterstützung von Vereinen bei deren Festlichkeiten ist für den Bauhof ebenso selbstverständlich.

Bauhof-Truppe setzt aufs Miteinander

Als Kapo oder Arbeiter sieht sie sich dabei nicht, betont sie aber, und stellt die Teamarbeit mit ihren Männern, einer Voll- und einer Teilzeitkraft, in den Vordergrund. Nur durch ein Miteinander und mit Zusammenhalt kann für das Wohl der Gemeinde und seiner Bewohner zielführend gearbeitet werden, ist dabei ihre Devise. "Wir wissen was zu tun ist" sagt sie und freut sich darüber, dass ihr vom Bürgermeister freie Hand bei der Arbeit gelassen wird.. Auffälligkeiten oder Besonderheiten werden selbstverständlich an das Gemeindeoberhaupt gemeldet und, wenn erforderlich, notwendige Maßnahmen besprochen und die Arbeiten erledigt.

Ein gutes Verhältnis, erzählt die Bauhofleiterin, gibt es auch zu den Kollegen aus den Nachbarkommunen. So werde aktuell mit Weiding in den kommenden Monaten der erforderliche Winterdienst abgestimmt, von Schönsee komme zum Beispiel jemand, wenn es um die Suche nach kaputten Stellen in der Wasserleitung gehe oder Nachfragen bei der Betreuung der Kläranlage zu klären sind.

In dieser Woche hat sie unter anderem den Wechsel eines Oberflurhydranten und den Einbau eines Schiebers auf ihrem Zettel. Beim Deutz-Bulldog ist der Ölwechsel vorgenommen, in den nächsten Tagen wird am Traktor der Schneepflug angebaut. "Dann sind wir auch für den bevorstehenden Winter gerüstet", sagt die Bauhofleiterin. Mit “wir” meint sie ihr Team, "denn nur zusammen sind wir eine gute Mannschaft” und betonte erneut das ausgezeichnete Miteinander der Truppe.

Unterwegs mit dem Ford-Transit. Für Sabine Markgraf das Fahrzeug bei der täglichen Arbeit unverzichtbar.

Zu den Arbeiten in dieser Jahreszeit gehört auch der Abbau von Spielgeräten wie hier am Hochfelsgelände.

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