Steinberg am See
10.07.2022 - 09:43 Uhr

Geburtstagsfeier im Partybus endet in einer Tragödie

Es sollte eine fröhliche Geburtstagsfeier werden: Eine Gruppe von mehreren Personen mietete sich deshalb einen Bus und fuhr durch die Gegend. In der Nähe des Steinberger Sees endete die Party mit einem schweren Unfall.

Bei einem schweren Unfall in der Nähe des Steinberger Sees wurde am späten Freitagabend ein 27-Jähriger schwer verletzt. Bild: Tietz
Bei einem schweren Unfall in der Nähe des Steinberger Sees wurde am späten Freitagabend ein 27-Jähriger schwer verletzt.

Mit einer Fahrt in einem roten Doppeldeckerbus feierte eine zwölfköpfige Gruppe am Freitagabend den Geburtstag einer jungen Frau. Gegen 22.15 Uhr war der Bus gerade auf der Staatsstraße 2145 aus Richtung Steinberger See kommend nach Schwandorf unterwegs. Ein Teil der Partygäste hielt sich offenbar im Oberdeck des nach oben offenen Fahrzeuges auf.

Dann ereignete sich das tragische Unglück: Wie die Polizei vor Ort berichtete, stand ein 27-Jähriger aus dem Raum Schwandorf plötzlich auf, obwohl das ausdrücklich untersagt gewesen sei. In Schildern im Bus wird sogar mit dem Abbruch der Fahrt gedroht, sollte doch jemand aufstehen, während das Fahrzeug in Bewegung ist. Genau zu dem Zeitpunkt, als der 27-Jährige stand, fuhr der Mitte der 80er Jahre zugelassene Bus durch eine Autobahnunterführung. Der junge Mann prallte mit dem Kopf gegen die Brücke.

Mit dem Hubschrauber in die Klinik

Durch die Mitfahrer alarmiert, hielt der Busfahrer rund 200 Meter nach der Autobahnunterführung an. Zahlreiche Rettungskräfte machten sich umgehend auf den Weg an den Unglücksort. Der 27-Jährige aus Schwandorf hatte sich bei dem schweren Unfall lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Er wurde mit dem herbeigerufenen Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen.

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Samstagabend bei der Polizeiinspektion Schwandorf war zu hören, dass sich der Gesundheitszustand des jungen Mannes offenbar leicht verbessert hat. Er befinde sich derzeit nicht mehr in Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin.

Busfahrer unter Schock

Die übrigen Personen aus der Gruppe blieben bei dem Unfall unverletzt und wurden von Angehörigen an der Unfallstelle abgeholt. Der 57 Jahre alte Busfahrer erlitt nach Polizeiangaben einen Schock.

Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, ist weiter Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Laut Polizei gehörte dazu auch die Frage, ob der 27-Jährige lediglich aufgestanden ist, oder ob er erhöht stand, als es zu dem tragischen Unfall kam. Am Sonntag teilte die Polizeiinspektion Schwandorf nun mit, dass sich der junge Mann auf einer "auf einer erhöhten Plattform des oberen Decks" aufgehalten habe. Eine Nachfrage von Oberpfalz-Medien bei der Polizeiinspektion Schwandorf ergab, dass es sich dabei um eine im Bus verbaute Erhöhung – eine Art Ablage – gehandelt haben soll.

Wegen des schweren Unfalls war die Straße für mehrere Stunden komplett gesperrt, ein Gutachter wurde an den Unglücksort gerufen. Im Einsatz waren auch insgesamt 35 Kräfte der Feuerwehren Schwandorf, Alberndorf und Steinberg am See. Sie übernahmen die Umleitung des Verkehrs, leuchteten die Unfallstelle aus und halfen bei der Bergung des 27-Jährigen. Dazu setzten sie die Drehleiter ein. Andere Fahrzeuge waren nicht beteiligt, der Bus blieb unbeschädigt.

 
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