21.06.2018 - 14:36 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Gemeinde mit Rekordhaushalt

Die Gemeinde investiert in die Verkehrsinfrastruktur rund um die im Bau befindliche Holzkugel. Nach der Fertigstellung der Parkplätze plant sie nun die Errichtung einer Abbiegespur von der Industriestraße in die Straße „In der Oder“.

An dieser Kreuzung will die Gemeinde eine Linksabbiegespur errichten. Die Straße "In der Oder" führt direkt zur Holzkugel.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) Die Gemeinde investiert in die Verkehrsinfrastruktur rund um die im Bau befindliche Holzkugel. Nach der Fertigstellung der Parkplätze plant sie nun die Errichtung einer Abbiegespur von der Industriestraße in die Straße "In der Oder". Bürgermeister Harald Bemmerl rechnet mit Kosten von 356 000 Euro.

In den Haushalt 2018 sind dafür 80 000 Euro eingestellt. Der Bürgermeister erwartet eine hohe Förderung und geht davon aus, "dass die finanzielle Belastung für die Gemeinde gering ausfallen wird". Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag gab Harald Bemmerl zu verstehen: "Es ist nun an der Zeit, die Werte aus den Investitionen der Vergangenheit abzuschöpfen". Die ersten Einnahmen erwartet er aus den Parkgebühren für die Stellplätze am See. Außerdem werde die Gemeinde am See ein Grundstück verkaufen. "Der See wird trotz der Entwicklung nichts von seiner Erholungsqualität einbüßen", ist der Bürgermeister überzeugt.

"Unsere Gemeinde entwickelt sich prächtig", stellt Harald Bemmerl fest. Die Einkommenskurve zeige seit Jahren permanent nach oben. Dies spiegelt sich auch im Haushalt 2018 wider, den der Gemeinderat am Dienstag einstimmig verabschiedete. 3,3 Millionen im Verwaltungshaushalt und 2,2 Millionen im Vermögenshaushalt bedeuten einen neuen Rekord.

Es steigen aber auch die Ausgaben. Vor allem für das Personal. 2018 sind dafür über 400 000 Euro veranschlagt. Wenn die Gemeinde im September eine "offene Ganztagesbetreuung" an der Grundschule einrichten will, werde dafür eine weitere Fachkraft benötigt, so der Bürgermeister. Harald Bemmerl ging auch auf das Regenereignis vom 9. Juni ein und dankte den Hilfskräften von THW und Feuerwehr für den Einsatz. Mit Fachleuten sei er gerade dabei, die Folgen des Unwetters zu analysieren und Konsequenzen daraus zu ziehen. Davon könnte die Feuerwehr profitieren. Im Haushalt sind 45 000 Euro zu Anschaffung neuer Technik veranschlagt. "Nach den jüngsten Erkenntnissen aus dem Starkregenereignis werden wir wohl mehr ausgeben müssen", befürchtet der Bürgermeister.

Für den Bau der Kindertagesstätte (Gesamtkosten 2,1 Millionen Euro) veranschlagt die Gemeinde heuer

800 000 Euro aus. Weitere Investitionen plant die Gemeinde im Rathaus, an der Schule, der Turnhalle, am Friedhof, im Straßen- und Kanalbau und zur Erschließung des Baugebietes Hirmerleiten III. "Solide und innovativ" nennt SPD-Fraktionssprecher Konrad Zitzler den Haushaltsentwurf 2018. Auch für seinen Kollegen von der CSU, Bernd Hasselfeldt, ist der Etatansatz "ausgewogen und grundsätzlich in Ordnung". Die Gemeinde stehe allerdings vor gewaltigen Herausforderungen. Bernd Hasselfeldt warnte davor, "am See alles zuzubauen". Wie wäre es, so der Rat des CSU-Fraktionssprechers, "wenn wir uns von der einen oder anderen alten Idee verabschieden würden".

Die Gemeinde will dem Zweckverband "Kommunale Verkehrsüberwachung Oberpfalz" beitreten. Die Körperschaft des öffentlichen Rechts wurde im November 2014 in Amberg gegründet. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über die gesamte Oberpfalz. "Inzwischen haben sich 61 Kommunen angeschlossen, darunter zahlreiche aus dem Landkreis Schwandorf", berichtete Geschäftsführer Maximilian Köckritz den Gemeinderäten. Die Kommune will schnellstmöglich eine Zweckvereinbarung schließen, "damit", wie der Bürgermeister betont, "spätestens zur Eröffnung der Kugel eine Überwachung des ruhenden Verkehrs erfolgen kann". Auf Vorschlag der SPD-Fraktion wird die Gemeinde die Freizeitanlage "Wasserloch" aufwerten und auf der Liegewiese eine Umkleidemöglichkeit schaffen.





Die Gemeinde errichtete diesen Parkplatz an der Holzkugel und wird Gebühren verlangen. Mitarbeiter des Zweckverbandes Kommunaler Verkehrsüberwachung sollen kontrollieren.

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