21.02.2020 - 15:20 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Konzept für Kohle-Museum

Seit über einem Jahr arbeitet der Heimatkundliche Arbeitskreis an einer Optimierung des Heimat-und Braunkohlemuseums unter der Anleitung von Wolfgang Neiser. Heuer sind die Schwerpunkte "Inventarisierung" und "Ausstellungskonzept".

Der Altar aus der ehemaligen Kapelle in Oder, die im Steinberger See „verschwunden“ ist, ist das Schmuckstück des Sakralraumes im Steinberger Braunkohlemuseum.

Wolfgang Neiser betonte zu Beginn des Workshops des Heimatkundlichen Arbeitskreises, dass man grundsätzlich am Konzept der Chronologie festhalten wolle und seit Bestehen im Jahre 1994 schon wertvolle Vorarbeit geleistet habe. Die thematischen Schwerpunkte "Braunkohle", "Ortsgeschichte" und "Kirchengeschichte" gelte es nun, zu verknüpfen und zu thematisieren.

Als "Arbeitsbeispiel" nahm man sich den Sakralraum vor. In diesem sei momentan der Altar der ehemaligen Kapelle in Oder das Schmuckstück und werde ergänzt durch zahlreiche Exponate wie ein Modell der alten Kirche mit Anbau, Heiligenbilder, Messbücher, Kreuze, Rosenkränze, Kommunionkerzen, "Versehgarnituren", Beichtzettel und Fotos aller bisherigen Priester seit 1909 bis hin zu einer sehr umfangreichen Sterbebildersammlung.

Museumsleiter Christian Scharf verwies abschließend auf die Vorbereitungen zum Internationalen Museumstag am 17. Mai. Unter dem Motto "Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion" habe man bereits konkrete Verbindungen zur Gemeinde, Schule und Kindergarten aufgenommen, die alle mitmachen werden. Außerdem werde man in Kooperation mit dem "Inmotion-Park" an der Holzkugel einen in der BBI eingesetzten Förderwagen aufstellen und über den Steinberger See als Kohleabbaugebiet informieren.

HAK-Vorsitzender Jakob Scharf kündigte als nächsten Bildervortrag "Steinberg aus der Luft" an und gab bekannt, dass für die Oster-Romreise durch Rücktritte wieder einige Plätze frei geworden seien. Außerdem rief er die Öffentlichkeit auf, Beiträge zum dritten Band des "Gmoaböichls vo Schdamberch und Wackerschdorf" zu liefern, das bei der Bevölkerung bestens ankomme. Einige Restexemplare gebe es noch in Steinberg am See (Bäckerei Fritsch und Infocafe), Wackersdorf (Bürgerbüro), Heselbach (Besenhardt/Suckert) und neu in Oder (Gasthaus Haller und Waldcafe). Außerdem bat er darum, Zeitzeugen ausfindig zu machen, die noch Erinnerungen, Dokumente, Werkzeuge oder Fotos vom Granitabbau in Steinberg haben.

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