Das Mittel der Wahl ist ein Kreisverkehr für gewöhnlich nicht, wenn das staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach eine Kreuzung umbaut. Üblicherweise bietet sich eine "Lichtsignalanlage" für solche Kreuzungen an, welche man gemeinhin als "Ampel" kennt. Anders verhält es sich bei der Oder-Kreuzung in Steinberg am See, wie Björn Letz, als Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt für den Straßenbau im Landkreis Schwandorf verantwortlich, in einer Pressemitteilung des Landratsamtes erläutert. Man habe genug Platz und die Straßen, die in die Kreuzung münden, seien ähnlich frequentiert.
Landrat Thomas Ebeling freute sich beim symbolischen Spatenstich, dass der neuralgische Punkt entschärft wird. Georg Rappl, Geschäftsführer der Baufirma aus Rötz, welche den Bau ausführt, betonte, dass es nicht alltäglich sei, ein so großes Straßenbauprojekt zu betreuen. Umso mehr freue es ihn, dass sein Unternehmen den Umbau der Oder-Kreuzung realisieren dürfe.
Die sogenannte Oder-Kreuzung ist eine stark belastete und sehr unfallauffällige Kreuzung. Durch den Umbau in einen Kreisverkehr soll die Verkehrsabwicklung und insbesondere die Verkehrssicherheit zukünftig deutlich verbessert werden. Der kreisstraßenbegleitende, zum touristischen Zentrum am Steinberger See führende Geh- und Radweg wird zukünftig neu angebunden und verkehrssicher über einen Fahrbahnteiler geführt. Gleichzeitig wird auf dem nördlichen Ast der Staatsstraße 2145 bis zur Einmündung der Industriestraße, die ebenfalls unfallauffällig ist und in diesem Zuge angepasst wird, auf einer Länge von rund 900 Meter eine Oberbauverstärkung erledigt. In den ersten Wochen wird eine Behelfsumfahrung westlich des zukünftigen Kreisverkehrs mit geringen Beeinträchtigungen für den Verkehrsteilnehmer errichtet. Mit Beginn der Sommerferien muss die Staatstraße 2145 zwischen der Oder-Kreuzung und der Einmündung der Industriestraße für rund fünf Wochen voll gesperrt werden. Der touristische und überörtliche Verkehr zur Holzkugel und zum Steinberger See soll in den Sommerferien bereits frühzeitig über die Anschlussstelle Schwandorf Mitte und die Industriestraße geleitet werden. Für den Busverkehr wird hierbei mit Unterstützung eines Privateigentümers eigens eine Behelfsumfahrung eingerichtet. Die Fahrbeziehung Staatsstraße 2145/Kreisstraße SAD 2 in Richtung der Anschlussstelle Schwandorf Süd bleibt in dieser Bauphase aufrechterhalten.
Die Staatsstraße 2145 wird aber Oder über die Kreisstraße SAD 2 und die Staatsstraße 2397 umgeleitet. In der Gegenrichtung erfolgt die Umleitung über die B 85 und die Schwandorfer "Hoher-Bogen-Straße" sowie "Hans-Kraus-Allee".
Nach Abschluss der Oberbauverstärkung zum Ende der Sommerferien steht die Behelfsumfahrung und die Staatsstraße 2145 in Fahrtrichtung Schwandorf wieder zur Verfügung. Die Gemeindeverbindungsstraße "Oder" bleibt hingegen während der Bauarbeiten vollständig gesperrt. Zum Abschluss der Maßnahme muss im Herbst die Kreisstraße SAD 2 für einige Wochen ebenfalls voll gesperrt werden.













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