09.08.2018 - 15:13 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Parkgebühren am Steinberger See

Parken am Steinberger See kostet künftig Geld. Ab September will die Gemeinde Schilder und Automaten aufstellen, Kontrollen sind vorgesehen. Auch für die Nutzung der Freizeitflächen am Gewässer hat der Gemeinderat eine Satzung erlassen.

Die Parkmoral am Steinberger See ist nicht optimal.Der Gemeinderat will für mehr Ordnung sorgen. Dazu sollen Gebühren einerseits und Kontrollen andererseits dienen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Den Namen der Satzung muss sich kein Gast merken,. daran halten sollte er sich schon, es drohen Bußgelder bis 2500 Euro. Der Gemeinderat hat die "Satzung zur Ordnung der Benutzung der öffentlichen Liegewiesen, sonstigen Freiflächen und Wege am Steinberger See" erlassen und sich gleich auf die Abkürzung "Seeordnung Steinberger See" geeinigt. Dazu kommen eine Benutzungs- und eine Gebührensatzung für die öffentlichen Parkplätze.

Vorweg: Die Stellplätze an der Wasserskilift-Anlage (P2) und bei der Segelschule (Ostufer, P6) fallen nicht unter die Gebühren, sie sind privat. Bürgermeister Harald Bemmerl geht aber davon aus, dass sich die Eigentümer auch für Gebühren entscheiden werden.

Auch Jahreskarte

Kostenpflichtig werden der Parkplatz an der Erlebnisholzkugel (P1), der übrigens in diesen Tagen geöffnet wird, P3 am Infopunkt an der Seepromenade, P4 an der Liegewiese und P5 am Südufer, erreichbar über die Staatsstraße Schwandorf-Nittenau. Zwischen 6 und 24 Uhr werden dort Gebühren fällig. Ab wann die Parkplätze gebührenpflichtig werden, steht noch nicht fest. "Im September", schätzt Bemmerl. Die Automaten und die Beschilderung müssen noch aufgestellt werden. Dann wird die Satzung bekannt gemacht und gilt ab diesem Tag.

Bei einer Parkzeit bis zu vier Stunden werden dann 3 Euro fällig, die Tageskarte wird 4 Euro kosten. Auf den Plätzen P 3 und P 5 ist Kurzzeitparken bis zwei Stunden möglich und kostet 1 Euro. Wer für die letztgenannten Plätze eine Jahreskarte zum Kurzzeitparken will, kann diese für 30 Euro bei der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf-Steinberg (VG) kaufen. Ansonsten müssen Parkscheine am Automaten gezogen werden. Auch Bezahlung mit dem Handy oder Karten wird möglich sein. Kontrolliert werden die Parkplätze künftig von Personal des Zweckverbands kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, dem die VG kürzlich beigetreten ist. Campen oder Übernachten im Wohnmobil ist auf den öffentlichen Parkplätzen verboten. Der Gemeinderat beschloss die nötigen Satzungen einstimmig.

Anleinpflicht für Hunde

Gleiches gilt für die Seeordnung. Sie regelt unter anderem eine generelle Anleinpflicht für Hunde. Auf den ausgewiesenen Liegewiesen haben Haustiere nichts zu suchen. Die Seeordnung regelt auch, wo Sport getrieben werden darf. Auch Grillplätze sind ausgewiesen, an der Liegewiese am Westufer und am Badestrand im Süden. Ansonsten sind Grillen und Feuerstellen verboten.

Das Parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen wird verboten. Geregelt ist auch, dass Besucher ihren Müll selbst entsorgen müssen. Wenn die Gemeinde ihn beseitigen muss, kann das in Rechnung gestellt werden. Wer am See Speisen und Getränke verkaufen will muss sich das genehmigen lassen. Auch das Fotografieren und Filmen zu gewerblichen Zwecken ist genehmigungspflichtig. Gleiches gilt für den Start von Drohnen, Modellbooten oder -flugzeugen. Die Gemeinde behält sich außerdem vor, die Anlagen bei Überfüllung zu schließen. Bei Verstößen gegen die Vorschriften setzt die Seeordnung Geldbußen von bis 2500 Euro fest.

Privatstrand:

Gespräch mit Surfern

Besonders am Wochenende kann es rund um den Steinberger See schon mal eng werden auf den Liegewiesen. Cornelia Heyne (CSU) hat beobachtet, dass der Steinberger Surfclub sich mit Trassierbändern eine Art "Privatstrand" abgesteckt hat, der den öffentlichen Zugang zum See nicht zulässt. "Der muss gewährleistet sein", monierte sie in der Sitzung am Dienstag. Bürgermeister Harald Bemmerl sagte zu, das zu überprüfen und das mit dem Vorsitzenden des Clubs zu besprechen.(ch)

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