Update 22.08.2018 - 13:26 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Schreckerbach wird geräumt

Der Gemeinderat hat einer Reihe von Sofortmaßnahmen zum Hochwasserschutz zugestimmt. Erster Schritt sind Arbeiten am Schreckerbach. Die Bagger rücken am Montag an.

Besonders auch das Gelände um den Ponyhof wurde beim Starkregen am 9. Juni überschwemmt. Wenige Wochen später ging ein weiterer Wolkenbruch über Steinberg nieder und sorgte wieder für Hochwasser.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Die Unwetter mit Starkregen im Juni und Juli dieses Jahres legen nahe, dass auch in Steinberg am See solche Ereignisse immer öfter vorkommen werden. Zu dieser Einschätzung kam nicht nur Bürgermeister Harald Bemmerl Anfang August um Gemeinderat. Das Gremium beschloss eine ganze Reihe von Maßnahmen. Sofort soll die Ableitung der Oberflächenwässer bei Starkregenereignissen verbessert werden. Deshalb beginnen am Montag Arbeiten Schreckerbach.

Um bessere Voraussetzungen zur schnellen Ableitung dieser Oberflächenwässer zu schaffen, unternimmt die Gemeinde Steinberg am See nun mit Hilfe der Beratung von Fachleuten verschiedene bauliche Maßnahmen. Das teilte die Verwaltung mit. Eine der ersten Aufgaben ist es, den Schreckerbach von Hindernissen wie Sträuchern, Bäumen und sonstigen Einbauten zu befreien. Über den Schreckerbach läuft das Wasser aus dem Überlaufbecken an der Sportplatzstraße ab. Mit dem Ablauf hatte es bei den Unwettern Probleme gegeben. Das Technische Hilfswerk (THW) Nabburg musste mit großen Pumpen anrücken. Um ein besseres Ablaufen des Wassers sicherzustellen, werden voraussichtlich ab Montag, 27. August, größere Maschinen die Böschungen des Bachlaufs von Bäumen und Büschen befreien. Anschließend wird das Profil des Bachlaufs mit Hilfe von Baggern vergrößert. Anlieger, die Einbauten wie etwa provisorische Übergänge über den Bach gebaut haben, werden aufgefordert, diese schnellstmöglich abzubauen und zu entfernen. "Nur so können die für die gesamte Gemeinde wichtigen Arbeiten ohne zeitliche Verzögerung ausgeführt werden", schreibt die Verwaltung.

Auch Einrichtungen zur Wasserentnahme aus dem Bach oder Einleitungen von Oberflächenwässern in das Gewässer sind in einem bestimmten Maß zurückzubauen. Sollten Betroffene Fragen haben, sollen sie sich mit Bürgermeister Harald Bemmerl oder dem Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf in Verbindung setzen.

Über Steinberg am See gingen im Juni und Juli Wolkenbrüche nieder und sorgten für beträchtliche Schäden. Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr fassen. Der Schreckerbach zwischen Rückhaltebecken und Nord-Süd-Graben soll bis zu einer Böschungshöhe von 2,50 Metern von Hindernissen befreit werden. Die untere Naturschutzbehörde habe ihr Einverständnis erteilt, so Bürgermeister Bemmerl in der letzten Gemeinderatssitzung. Die Genehmigung ist unter anderem wegen noch brütender Vögel nötig

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