31.01.2020 - 08:33 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

SEK-Einsatz wegen Kinderpornografie

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat es ein Steinberg am See einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Bei dem Zugriff wird ein 19-Jähriger festgenommen, der Kinderpronografie verbreitet haben soll.

In Steinberg am See hat es in der Nacht auf Mittwoch einen SEK-Einsatz gegeben.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

In der Nacht zum Mittwoch sind Spezialkräfte der Polizei bei einem Einsatz in Steinberg am See (Landkreis Schwandorf) in ein Haus eingedrungen, um Beweismittel gegen einen 19-Jährigen aus dem Landkreis Schwandorf zu sichern, dem die „Verbreitung kinderpornographischer Schriften in erheblichem Umfang“ zur Last gelegt wird. Die soll er über das sogenannte Darknet vertrieben haben. Nach den Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) wurde das Haus des Verdächtigen durchsucht. Ziel war es, den Tatverdächtigen am Computer zu überraschen. Damit wollten die Beamten verhindern, dass der mögliche Täter sensible Daten löschen kann. Das scheint gelungen zu sein.

Laut der federführenden Generlstaatsanwaltschaft Bamberg wurde „umfangreiches Beweismaterial“ in der Wohnung sichergestellt - unter anderem technische Geräte, darunter Computer und Handy des Beschuldigten. Die Beweismittel werden nun ausgewertet. Zur Anzahl und der Herkunft der Videos wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen.

Nach der Wohnungsdurchsuchung hat sich der Tatverdacht gegen den 19-Jährigen erhärtet. Er wurde am Donnerstag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erlassen hat. Zwischenzeitlich sitzt der Verdächtige in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Bayerischen Landeskriminalamts

Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB):

Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der bayerischen Polizei oder des Bundeskriminalamts und mit internationalen Partnern.

Die bearbeiteten Fälle sind vielfältig: Sie reichen von Hackerangriffen über Fälle des Vorkasse-Betrugs im Internet und Fälle von Ransomware bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen, Falschgeld und Kinderpornographie im Darknet. Seit dem 1. August 2018 ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern zudem für herausgehobene Fälle der Wirtschaftscyberkriminalität zuständig.

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