Seit März 2018 ist der aus Parsberg stammende Füracker bayerischer Finanz- und Heimatminister. Im Landkreis Schwandorf ist der CSU-Politiker immer wieder zu Gast, auch schon zu seiner Zeit als Staatssekretär. Als solcher hatte sich Füracker vor ziemlich genau zwei Jahren bei einer kleinen Wanderung durch das Naturschutzgebiet Charlottenhofer Weihergebiet über die Chancen und Probleme im Oberpfälzer Seenland informiert.
Das kam damals bei allen Beteiligten so gut an, dass man sich auf eine Neuauflage verständigte. Diesmal führte die Route rund um den Steinberger See, mit Start und Ziel an der Tourist-Info Oberpfälzer Seenland - am Fuße der größten begehbaren Erlebnisholzkugel der Welt.
Fasziniert von Entwicklung
Dort wurde die kleine Gruppe, die neben dem Minister aus Nürnberg noch aus dem Vizepräsidenten des Bezirkstags, Lothar Höher, Landrat Thomas Ebeling und den Bürgermeistern der Seenland-Gemeinden bestand, von Joachim Häring in Empfang genommen, der die Gäste im Namen des Zweckverbands Oberpfälzer Seenland willkommen hieß. Häring erinnerte an den Erfolg der ersten Oberpfälzer Seenland-Wanderwoche im vergangenen Jahr, so dass sich der Zweckverband Oberpfälzer Seenland zusammen mit seinen acht Mitgliedskommunen entschieden habe, auch in diesem Jahr - vom 22. September bis 3. Oktober - eine Seenland weite Wanderwoche zu veranstalten. "Ganz besonders freut es uns, dass wir im Vorfeld unserer Wanderwoche mit Staatsminister Albert Füracker einen Teil des Oberpfälzer Seenlandes erwandern dürfen", versicherte Häring. Der solchermaßen Angesprochene revanchierte sich gleich mit einem dicken Lob für die Region: "Bei uns kann man so gut Urlaub machen, da muss man gar nicht in die Welt hinaus."
Füracker zeigte sich auf dem sieben Kilometer langen Rundweg immer wieder fasziniert, "was man daraus gemacht hat, nachdem die Braunkohle nicht mehr abgebaut werden konnte". Als fachkundiger Führer stand dem Minister der Steinberger Bürgermeister Harald Bemmerl zur Verfügung. Der wies nicht nur auf die zahlreichen Gäste hin, die vor allem an den Wochenenden oft von weit her kommen. Er deutete auch auf die Vielzahl der Segelboote, die auf dem See kreuzen, und nannte mit der Wasserskilift-Anlage, dem Minigolf-Areal und dem Freizeitpark "Movin' Ground" einige der Angebote, die die Besucher erwarten würden. Füracker erfuhr, dass Mitte der 1980er Jahre die Bayerische Braunkohlenindustrie (BBI) den Abbau einstellt hat und danach die Tagebaugrube "Steinberger See" geflutet wurde. Vorhandenes Abbaugerät wurde gesprengt und liegt heute noch auf dem Grund des Sees. Ebenfalls zurückgeblieben sind zwei kleine bewaldete Inseln, die den See in einen Nord- und einen Südteil trennen.
Größter See der Oberpfalz
Die Flutung dauerte mehrere Jahre, in denen die BBI die Rekultivierungsmaßnahmen voranbrachte. Mittlerweile hat sich aus der einstigen Industriewüste ein See entwickelt, der sich nicht nur in die Landschaft einfügt, sondern zu den Sehenswürdigkeiten der Oberpfalz zählt. Er ist mit einer Fläche von 1,84 Quadratkilometern der größte See des Bezirks.
In den letzten Jahren hat sich am Steinberger See auch der Tourismus eingestellt. Wegen der zunehmenden Verbesserung der Wasserqualität und Sichtweiten in den letzten Jahren hat sich der Steinberger See zu einem der beliebtesten Tauchgebiete in der Oberpfalz entwickelt.
Bei uns kann man gut Urlaub machen.


















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