11.10.2018 - 15:16 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Weihnachten soll die Kugel stehen

Rund 4,5 Millionen Euro sollen in die neue Ferienhaussiedlung am Steinberger See bei Oder fließen. Der Gemeinderat unterstützt das Vorhaben nach Kräften. Investor Kim Kappenberger hat auch Nachrichten zur Erlebnisholzkugel.

Auf dieser Fläche, die sich von der künftigen Holzkugel (Turm im Hintergund) Richtung Südosten erstreckt, soll die Ferienhaussiedlung entstehen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) In sozialen Netzwerken kursieren Gerüchte, die Kim Kappenberger im Gemeinderat ausräumen konnte. Der Bau der Holzkugel sei in Rückstand, weil die Produktion der Teile länger gedauert habe, als geplant. "Der Produzent hat das unterschätzt", sagte Kappenberger am Dienstag im Gremium auf Nachfrage von Bernd Hasselfeldt (CSU). Finanzielle Probleme gebe es keine, sagte Kappenberger. Die Kugel soll nun bis Mitte November aufgestellt werden. "Bis Weihnachten ist die Kugel definitiv fertig", sagte Kappenberger. Die "Kugelwirtschaft" getaufte Gaststätte werde bereits am Samstag, 27. Oktober eröffnen.

Das zweite Großprojekt, an dem Kappenberger mit seinem Partner Tom Zeller am Steinberger See arbeiten, ist die "Ferienhaussiedlung Oder", die zwischen der Holzkugel und der Segelschule Gradl entstehen soll. Den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans stellte Ingenieurin Gerda Schießl (Büro UTE) dem Gemeinderat am Dienstag vor. Auf den rund 11 000 Quadratmetern Fläche sollen Seen- und Strandhäuser aus Holz entstehen, dazu ein Infrastrukturgebäude und auch ein Spielplatz. Zur Kugel hin bleibt eine große Freifläche, dort wird es auch zwei Stege zum See geben. Auch zwei Häuser im See gehören zu den Planungen, sie seien aber noch Zukunftsmusik, ergänzte Kappenberger Schießl Ausführungen. Eine große Fläche zwischen Segelschule und neu geplanten "See-Ressort" bleibt ebenfalls frei. Wichtig war dem Gremium, dass der freie Zugang zum See erhalten und auch der Rundweg weiter nutzbar bleibt. Der Gemeinderat ließ einige Vorschläge und Änderungswünsche in den Entwurf Schießls einfließen und verabschiedete ihn einstimmig.

Außerdem wurde ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor beschlossen. Er regelt, dass die Investoren die Bauleitplanung und die Kosten dafür übernehmen. Die Planungshoheit bleibt aber bei der Gemeinde. Damit ist der Weg frei für die Auslegung. Noch offen ist, ob die "InMotion Homes" Eigentümer des überplanten Grundstücks am See werden soll oder ob beispielsweise ein Erbbaurecht erteilt wird, sagte Bürgermeister Harald Bemmerl am Rande der Sitzung.

Nach kurzer Debatten billigte der Gemeinderat eine neue Urnenwand für den Friedhof, die sich an die beiden bestehenden Urnenwände anschließen soll. Alternativ hatte Bürgermeister Bemmerl den Standort rechts neben dem Grabmal von Pfarrer Michael Gschwendner im Blick. Der Rat entschloss sich für die erste Variante, die rund 18 600 Euro kosten wird. Sie soll 24 Urnen Platz bieten und genau so gestaltet werden, wie der Bestand. Die beiden großen Tannen, die hier stehen, müssen dann weichen. Auch dem stimmte der Rat zu und beschloss gleichzeitig, dass als Ersatz wieder Bäume gepflanzt werden sollen. Außerdem muss das Pflaster vor den Urnenwänden angepasst werden. Bemmerl wurde ermächtigt, die Aufträge zu vergeben.

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