06.09.2019 - 20:19 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Weltmeister in der Holzkugel

Sie haben Sportgeschichte geschrieben: Olympiasieger, Weltmeister und Funktionäre, die sich regelmäßig zum Olympia-Stammtisch treffen. Am Freitag machen sie in der "größten Holzkugel der Welt" Station. Davon profitiert die Sportstiftung.

Der Olympia-Stammtisch traf sich erstmals im Landkreis Schwandorf, an der Erlebnisholzkugel am Steinberger See. Mit dabei waren ehemalige Weltmeister und Olympiasieger. Organisator der Stammtische ist Alois Schloder (Zweiter von links), der mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1976 die Bronze-Medaille holte. Über den Besuch freuten sich auch Landrat Thomas Ebeling (rechts) und Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl (Fünfter von rechts).

Dass dieser Stammtisch dieses Mal in Steinberg am See stattfindet, hat eine besondere Bewandtnis (siehe Info-Kasten). Josef Schönhammer hatte eine Einladung zur Erlebnisholzkugel ausgesprochen, die am Freitagnachmittag in die Tat umgesetzt wurde.

Rund ein Dutzend Olympioniken gaben sich mit Angehörigen und Freunden ein Stelldichein. Ihre Erfolge liegen meist schon viele Jahre zurück, aber der älteren Generation sind sie bestimmt im Gedächtnis haften geblieben. Wie zum Beispiel der Name Manfred Schnelldorfer: Der mittlerweile 76-Jährige holte im Eiskunstlauf der Herren im Jahre 1964 in Innsbruck den Olympiasieg und wurde 1964 auch Weltmeister in Dortmund. Jeden Tag vier Stunden "flott marschieren" hält ihn fit, verrät er den Oberpfalz-Medien.

Unvergessene Erfolge

Auch Volker Fischer gehört zum Teilnehmerkreis. 1987 wurde er Einzel-Weltmeister im Degenfechten und 1985/'86 auch mit der Mannschaft. Dazu kommen eine Gold- und zwei Silber-Medaillen, die er bei den Olympischen Spielen in Montreal, Los Angeles und Soul gewonnen hat. Edith Eckbauer und Thea Straube brachten 1976 die Bronze-Medaille aus Montreal mit. Immer noch prächtig verstehen sich Peter Utzschneider und Wolfgang Zimmerer. Sie holten im Zweier-Bob unter anderem Gold in Sapporo, Bronze und Silber in Innsbruck und heimsten beide wiederholt Weltmeister- und Europameister-Titel ein. Miriam Vogt, die 1993 in der alpinen Kombination Weltmeisterin in Morioca wurde, engagiert sich mittlerweile als Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbandes vor allem für den Nachwuchs. Begeistert erzählt sie vom "Schneekristall", einer jährlich wiederkehrenden Winterveranstaltung für Kinder in Garmisch-Partenkirchen.

Für Sportstiftung

Auch die "schnellsten Zwillinge der Welt" haben sich am Freitag nach Steinberg aufgemacht: Birgit und Gabi Rockmeier gewannen bei der Weltmeisterschaft 2001 die Goldmedaille im viermal 100-Meter-Lauf. Fender Kick, der Dreisprung-Spezialist gehört ebenso zum festen Stammtisch-Team wie Heinz Mohr, der als Stützpunktleiter Alpin erfolgreiche Skirennläuferinnen wie beispielsweise Rosi Mittermaier oder Irene Epple trainiert hat.

BLSV-Ehrenpräsident Günther Lommer freut sich, dass durch die Sportstiftung derzeit 28 Nachwuchstalente gefördert werden können und dankte für die Spenden. Zu denen kommen am Freitag noch weitere hinzu: Die Geschäftsführer von "inMotion Park Seenland", Kim Kappenberger und Tom Zeller, haben zwei Tafeln mit den Unterschriften prominenter Sportler anlässlich der Verleihung des Sportpreises erworben, die in der Kugelwirtschaft einen Ehrenplatz bekommen. "Unser Landkreis hat sich insgesamt toll entwickelt", macht Landrat Thomas Ebeling den Gästen deutlich. "Insbesondere auch im Tourismus wie mit solchen Leuchtturm-Projekten", sagt er vor dem Aufstieg zur Holzkugel.

Bürgermeister Harald Bemmerl wünscht sich, dass die Gäste zu Multiplikatoren werden und für Steinberg und den Landkreis werben.

Prominente Sportler verewigten sich bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises auf diesen beiden Tafeln. Diese wurden nun von den beiden Geschäftsführern Kim Kappenberger (links) und Tom Zeller (rechts ) für eine Spende an die Sportstiftung erworben und werden in der Kugelwirtschaft im "inMotion Park Seenland" einen Ehrenplatz bekommen. Darüber freuten sich auch Alois Schloder (Zweiter von links) und BLSV-Ehrenpräsident Günther Lommer,
Olympia-Stammtisch existiert bereits seit 1976:

Der Olympia-Stammtisch wurde 1976 auf Initiative des damaligen Münchener Oberbürgermeister Erich Kiesl gegründet. Seither treffen sich Olympia-Teilnehmer regelmäßig zum Gedankenaustausch und zum geselligen Beisammensein. In der Regel am letzten Freitag im November in Landshut. Organisator ist Alois Schloder, langjähriger Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, mit der er bei den Olympischen Spielen 1976 die Bronze-Medaille holte.

Beim letzten Treffen war auch Josef Schönhammer, ehemaliger Sprecher des Bayernwerks dabei, der nun die Öffentlichkeitsarbeit des "inMotion Park Seenland" betreut. So kam es zur Einladung nach Steinberg am See zur Erlebnisholzkugel. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem, was sich hier insgesamt touristisch entwickelt hat und ebenso vom Rundgang durch die Holzkugel. (kö)

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