01.10.2019 - 10:56 Uhr
Steiningloh bei HirschauOberpfalz

Einweihung der Kapelle zum heiligen Norbert von Xanten in Steiningloh

Seit einigen Wochen steht auf der Höhe über Steiningloh ein kleiner Holzbau - auf der Streuobstwiese der Eheleute Graf. Aus Dankbarkeit für ihr bisher gelungenes Leben wollten die Grafs eine neue errichten.

Auf der Anhöhe über Steiningloh entstand die Holzkapelle auf der Streuobstwiese, die am kommenden Samstag dem heiligen Norbert von Xanten geweiht wird.
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Konkret wurde der Plan im Dezember 2018, als das Ehepaar den ihnen bekannten Zimmerermeister und Fachlehrer i. R. Karl Müller hinzuzog. Er plante nach den Wünschen des Ehepaars eine Holzkapelle, die es in ähnlicher Form in einem Wallfahrtsbuch entdeckte und die als Jakobuskapelle in Kammerstein bei Schwabach schon existiert.

Der Plan wurde Pfarrer Christian Schulz (Hahnbach) und Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau) vorgelegt, die beide den Bau befürworteten. Es musste nun die Hürde der Baugenehmigung am Landratsamt überwunden werden, da es sich um ein Bauwerk im Außenbereich handelt. Unter Berücksichtigung der Auflagen und Änderungen wurde der Bau im Juni 2019 genehmigt. Der Abraum des Humus' und die Fundamente wurden durch die Firma Bauservice Piehler (Freudenberg/Ellersdorf) ausgeführt. Schwierig war es, so heißt es in einer Pressemitteilung, eine Metallbaufirma zu finden, die kurzfristig Ankerschienen nach Plan liefern konnte.

So sieht die kleine Apsis der Kapelle von innen aus.

In der Firma Morawa (Hirschau/Träglhof) fand sich aber doch noch ein verlässlicher Partner, Firma, der kurzfristig durch Überstunden die Arbeiten erledigte. Den Holzbau und die Dachdeckerarbeiten führte die Firma Zimmerei/Holzbau Fischer (Schmidmühlen) sauber und termingetreu im August aus. Sie arbeitete mit Glasbau Wiesner (Kümmersbruck) gut zusammen, damit die Zwischenfelder mit Glasscheiben abgedichtet wurden. Die bemalten Gläser der Apsis wurden vorher von Künstlerin Gerti Gerhards (Schnaittenbach) gestaltet.

Die Ansicht von Südwesten.

In der Woche vor der Einweihung wurde noch das von Sebastian Strobl von der Akademie der Bildenden Künste (München) kreierte Kreuz angebracht sowie der Altarstein und die Fußbodenplatten aus Granit von der Firma Münch (Vilseck) und die Eingangstüre von der Firma Morawa gesetzt. Bedauerlicherweise findet die Einweihung am Samstag, 5. Oktober, um 10 Uhr ohne Initiatorin Lydia Graf statt, da sie während der Errichtung der Kapelle am 17. August 2019 verstarb. Von Beginn an bestimmte sie, dass die Kapelle dem heiligen Norbert von Xanten geweiht werden soll. Damit wollte sie zum Ausdruck bringen, wie sehr sie ihren Mann Norbert liebte, mit dem sie eine gute und harmonische Ehe führte.

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