08.06.2018 - 18:41 Uhr

Stockender Prozess

Mit Hindernissen startet am Freitag ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Schleuser aus Rumänien in Weiden. Nach ein Pause gleich zum Start geht es dann aber doch los.

Justiz Oliver Berg/dpa
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(rns) Kaum begonnen wurde der Prozess vor dem Landgericht Weiden gegen zwei Rumänen am Freitag schon wieder unterbrochen, ein Angeklagter gab an, krank zu sein. Den Männern werden sieben, beziehungsweise fünf Schleusungen von Ausländern in den Jahren 2016 und 2017 vorgeworfen.
In umgebauten Fiat Ducato-Lieferwagen mit doppelten Böden sollen sie die Flüchtlinge von Ungarn über den Grenzübergang Nickelsdorf nach Österreich gebracht haben. Von dort ging es über Tschechien und Waidhaus ins Bundesgebiet.

(rns) Kaum begonnen wurde der Prozess vor dem Landgericht Weiden gegen zwei Rumänen am Freitag schon wieder unterbrochen, ein Angeklagter gab an, krank zu sein. Den Männern werden sieben, beziehungsweise fünf Schleusungen von Ausländern in den Jahren 2016 und 2017 vorgeworfen.

In umgebauten Fiat Ducato-Lieferwagen mit doppelten Böden sollen sie die Flüchtlinge von Ungarn über den Grenzübergang Nickelsdorf nach Österreich gebracht haben. Von dort ging es über Tschechien und Waidhaus ins Bundesgebiet. Mehrere tausend Euro sollen für die zum größten Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen durchgeführten Transporte gezahlt worden sein. Kurz nach Verhandlungsbeginn zeigte sich, dass einer der Angeklagten eventuell nicht verhandlungsfähig ist.

Der Mann wurde zur Untersuchung zu Landgerichtsarzt Dr. Bruno Rieder gebracht. Rechtsanwalt Marc Steinsdörfer, einer der drei Verteidiger, bestätigte, dass der Angeklagte "sehr krank" ausgesehen habe. Nachdem Rieder Verhandlungsfähigkeit festgestellt hatte, wurde die Verhandlung vor der Strafkammer fortgesetzt. Ein Geschleuster erkannte die Angeklagten im Gerichtssaal nicht wieder. Der Prozess ist auf mindestens fünf Tage angesetzt.

 
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