24.01.2019 - 10:07 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Viel Geld für Kulturscheune

Dass die Gemeinde finanziell so gut dasteht und schuldenfrei ist, ist auch ein Verdienst der 1499 Einwohner. Jeder Bürger steuert 626 Euro zum Haushalt bei, fast 26 Euro mehr als im Jahr zuvor.

von Werner ArnoldProfil

Kämmerer Andreas Voigt legte den Räten und Zuhörern den Haushaltsplan vor. Die größte Investition ist die Kulturscheune mit fast 1,3 Millionen Euro. Dafür werden noch heuer 581000 Euro Förderung erwartet. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf 2,66 Millionen Euro. Das ist etwa Vorjahresniveau. Im Vermögenshaushalt sind es 1,32 Millionen Euro, 200000 Euro weniger als 2018.

Abgesehen von der Kulturscheune investiert die Gemeinde weitere 140000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt. Erfreulich für die Eltern die den gemeindlichen Kindergarten St. Franziskus besuchen, ist dass ab April jedes Kind 100 Euro Zuschuss vom Freistaat Bayern bekommt. Der Basiswert der staatlichen Förderung beträgt 1191,63 Euro. Aus der Kfz-Steuer bekommt die Gemeinde für ihre 24 Kilometer Straßen 43200 Euro, ein Plus von 3600 Euro.

Von den Kanalbenutzungsgebühren werden wie im Vorjahr 162000 Euro Einnahmen kalkuliert. 2000 Euro weniger an Konzessionsabgabe (30000 Euro) erhält die Gemeinde vom Bayernwerk. Der Ansatz für die Wasserverbrauchsgebühren sind erneut mit 125000 Euro angesetzt. Das Ergebnis lag 2018 bei 128729 Euro.

Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie die Grundsteuer B für sonstige Grundstücke und die Gewerbesteuer betragen weiterhin 300 Punkte vom Hundert. So setzt der Kämmerer für die Grundsteuer A 9400 Euro an, für die Grundsteuer B 10000 Euro und für die Gewerbesteuer 90000 Euro.

Die Einkommensteuer beläuft sich auf 800000 Eur, das sind etwa 24000 Euro weniger als im Vorjahr. Die Umsatzsteuer bleibt bei 72000 Euro. An Schlüsselzuweisung erwartet die Gemeinde 500000 Euro, ezwa wie im Jahr 2018. Die Einkommensteuerersatzleistung bleibt bei 60000 Euro. Die beiden Schulverbände Neustadt/WN und Püchersreuth erhalten 172400 Euro.

Die Personalausgaben reduzieren sich um 12860 Euro auf 453750 Euro. Für den Straßenunterhalt plant der Gemeinderat 70000 Euro ein, zuletzt waren es noch 40000 Euro. Für die Abwasserbeseitigung steigt die Umlage an den Zweckverband leicht auf 100700 Euro. Stabil bleiben wird wohl der Fremdwasserbezug mit 56000 Euro. Die Stadt Neustadt hat 2017 den Wasserpreis gesenkt. Eine Neuberechnung für die Gemeinde erfolgt erst wieder ab 2020. Die Kreisumlage steigt um 28000 Euro. Die Umlage an die VG beträgt 199000 Euro. Größere Projekte im Verwaltungshaushalt sind Ersatzbeschaffungen für die beiden Feuerwehren in Höhe von 10000 Euro.

Die Sanierung der Heizung im Gemeindezentrum (35000 Restbetrag), Friedhofszaun (10000), Pflasterarbeiten am Bauhof (20000), Asphaltierungsarbeiten (40000) und die Sanierung der Beleuchtung in Kindergarten und Turnhalle (15000 Euro). Auch die freiwilligen Leistungen bleiben mit 1400 Euro für zwölf örtliche Vereine unverändert.

Im Vermögenshaushalt sind für den Brandschutz und die Pläne zu Umbau oder Erweiterung des Feuerwehrhauses Lanz 10000 Euro vorgesehen, für die Grund- und Mittelschule Neustadt 1500 Euro sowie für Kinderspielgeräte 5000 Euro. Bauhof, Dreiseiten-Kippanhänger und Kehrmaschine sind in Ausgaben von 16000 Euro zusammengefasst. Für den Ausbau der Straßenbeleuchtung sind 20000 Euro vorgesehen.

Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt macht 123704 Euro aus. Eine Tilgung ist nicht notwendig. Wie der Kämmerer betonte, steht für Investitionen eine Finanzspanne von rund 25000 Euro zur Verfügung. Vom Freistaat erhält die Gemeinde eine Investitionspauschale in Höhe von 126500 Euro. Einstimmig genehmigten die Gemeinderäte den Etat.

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