Störnstein
12.04.2026 - 16:08 Uhr

Viel Zuspruch für erstes Reparaturcafé in Reiserdorf

Die "Alte Glasschleif" in Reiserdorf war ideal für das erste Reparaturcafé. Ob kaputte Brotschneidemaschine oder lädierter Holzrechen, die ehrenamtlichen Helfer fanden für jedes Problem eine Lösung. Ein weiterer Termin steht schon fest.

Einen beeindruckenden Auftakt hat das erste „Reparaturcafé Alte Glasschleif“ der Denk- und Macherei in Reiserdorf (Gemeinde Störnstein) erlebt. Rund 40 Frauen und Männer kamen zur idyllisch gelegenen Alten Glasschleif direkt an der Waldnaab, um defekte Gegenstände reparieren zu lassen – und wurden nicht enttäuscht.

Wegwerfen vermeiden

Unter dem Leitgedanken „Reparieren statt Wegwerfen“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. In der urigen Atmosphäre der historischen Glasschleife wurde nicht nur repariert, sondern auch wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Ziel war es, ein bewusstes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität zu setzen, Ressourcen zu schonen und Erinnerungsstücke wieder auf Vordermann zu bringen.

Die Initiative ging vom Netzwerk Heimatunternehmen Oberpfälzer Wald aus, dem unter anderem die Denk- und Macherei in Reiserdorf von Peter Gmeiner angehört. „Es war faszinierend zu sehen, wie viele Dinge sich oft mit kleinen Drehs wieder instand setzen lassen“, zeigte sich Gmeiner begeistert. Eine besondere Herausforderung sei für viele Besucher allerdings zunächst gewesen, den etwas abgelegenen, aber reizvollen Veranstaltungsort zu finden.

Stereoanlagen und Stühle

Vor Ort engagierten sich neben eingeladenen Fachleuten auch spontan hinzugekommene Helfer. Gemeinsam nahmen sie sich einer Vielzahl unterschiedlicher Reparaturen an. Von alten Stereoanlagen über Akkusägen, einem Saugroboter und einer Kehrmaschine bis hin zu Tonbandgeräten, einer Brotschneidemaschine und kleineren Möbelstücken wie Stühlen reichte die Palette. Viele der Gegenstände haben für ihre Besitzer einen hohen emotionalen Wert. So konnte etwa ein alter Holzrechen, an dem zahlreiche Erinnerungen hingen, wieder funktionstüchtig gemacht werden.

Die Besucher kamen aus der gesamten Region. Persönlich schauten auch Störnsteins Bürgermeister Markus Ludwig sowie Altbürgermeister Boris Damzog vorbei und brachten zur Stärkung der Helfer und Gäste Kuchen mit. Weitere süße Spezialitäten steuerte Uschi Zollner von Uschi’s Hofcafé aus Bergnetsreuth bei Floß bei. „Anfangs war der Ansturm schon sehr groß und hätte uns beinahe überfordert“, sagt Gmeiner. Doch die engagierten Reparateure fanden meist schnell die Fehlerquellen, sodass viele Besucher ihre instand gesetzten Geräte schon nach kurzer Zeit wieder mit nach Hause nehmen konnten. Die Reparaturen selbst waren kostenfrei. Viele Teilnehmer zeigten sich jedoch dankbar und honorierten die Arbeit der Ehrenamtlichen mit einer freiwilligen Spende.

Angesichts des großen Zuspruchs soll das Reparaturcafé künftig regelmäßig stattfinden. Bereits am Donnerstag, 7. Mai, von 16 bis 20 Uhr öffnet die „Alte Glasschleif“ erneut ihre Türen. Die Organisatoren wollen die Erfahrungen aus der Premiere nutzen, um das Angebot weiter zu verbessern und noch effizienter zu gestalten. Auch die Einrichtung eines Tauschmarktes wird in Erwägung gezogen.

Kontakt: Denk- und Macherei in Reiserdorf 13, 92721 Störnstein; E-Mail: p.gmeinerlo[at]gmail[dot]com

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