Ein verflixtes siebtes Jahr gibt es bei der "ZukunftsEnergieNordoberpfalz" (Zeno) nicht. Die Bürger-Energie-Genossenschaft präsentierte stattdessen einen stolzen Geschäftsbericht für das Jahr 2018, mit 2,7 Prozent Dividende.
Im Störnsteiner Gemeindezentrum zeigte sich Bürgermeister und Hausherr Markus Ludwig beeindruckt: "Die Energie ist, passend zur Witterung, nach wie vor ein heißes Thema." Der Flosser Bürgermeister Günter Stich wartete mit einer Premierennachricht auf: "Wir beschränken uns nicht mehr auf Beteiligungen. Im vergangenen Jahr sind unsere ersten eigenen Photovoltaikanlagen in Betrieb gegangen." Als Vorsitzender des Aufsichtsrates ergänzte Stich das mit dem Hinweis auf die positive Zeno-Entwicklung. Es zeichne sich ab, dass die benötigten Darlehen rasch durch weitere Geschäftsanteile abgelöst werden können.
Von Details des Jahres 2018 berichtete der Störnsteiner Altbürgermeister Boris Damzog. Er kümmert sich zusammen mit Reinhard Gayer um die Vorstandsaufgaben und präsentierte eine Bilanz, die in Aktiva und Passiva mit knapp 1,9 Millionen Euro abgleicht. Von dem fast 50 000 Euro Überschuss gehen stattliche 20 000 Euro an die Rücklage.
Es verbleiben 30 000 Euro, die an die Genossen ausgeschüttet werden. Das entspricht einer Rendite von 2,7 Prozent. Die rund 50 Mitglieder stimmten dem Vorschlag zu und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat. Insgesamt zählt Zeno aktuell 245 Mitglieder, die 2627 Anteile zu je 500 Euro halten. Das entspricht einem Gesamtguthaben von mehr als 1,3 Millionen Euro. Anlass, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen, sah Damzog nicht: "Wir gestalten den Wandel und die Zukunft mit sauberer Energie. Dazu tragen jetzt unsere eigenen Anlagen in Vohenstrauß und Kalkhäusl mit 300 beziehungsweise 750 Kilowatt/Peak bei."
Ein hoher Stellenwert werde der Beteiligung der Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft an der Energiewende beigemessen: "Unsere Bürger-Energie-Genossenschaft hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt. Mit Reden alleine ist es nicht getan. Wir wollen zudem kreativ sein, Denkanstöße geben, Inspirationen wecken und mit unseren Plänen überzeugen." Verbunden war die Aussage mit einem Blick in die Zukunft. In Kalkhäusl werde eine zusätzliche Zeno-Anlage entstehen: "Darüber hinaus laufen Gespräche für ein weiteres großes Vorhaben."
Eindringlich warb Damzog dafür, sich der Macht als Verbraucher bewusst zu sein. Das gelte für den Energiebedarf ebenso, wie für die Eigenerzeugung oder das sinnvolle Anlegen von Geld: "Wichtig erscheint uns eine regionale Ebene mit kleineren dezentralen Anlagen. Bei unseren Planungen gehen wir von einer weiteren positiven Entwicklung und einem nachhaltigen Wachstum aus."












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