Vohenstrauß ist um ein Marterl reicher. Zu verdanken hat das die Bevölkerung Helmut Wildenauer, der vor einigen Jahren zu Fuß bis nach Rom pilgerte. Unweit der Bebauung des Ortsteils Straßenhäuser richtete der Christophorus-Kapellenbesitzer in einem angrenzenden Waldstück ein richtiges Kleinod her, damit sich Spaziergänger niederlassen und ihren Gedanken nachhängen können.
Auslöser für die Idee war ein aus Eisen gehämmertes Kreuz, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, das der bereits verstorbene Michael Müller aus Vohenstrauß in seiner umfassenden Feldkreuz-Sammlung besaß. Dessen Bruder Karl vermachte es Helmut Wildenauer. Einen Granitstein vom nahegelegenen Kalvarienberg funktionierte Wildenauer zum Kreuzsockel um. Darauf errichtete er das rund 60 Zentimeter schwarze Eisenkreuz mit einem weißen Christuskorpus.
Doch damit nicht genug: Mit seinen Enkeln Afra, Genoveva, Magnus und Thore legte der Senior eine richtige Wohlfühloase in freier Natur an. Aus Lärchenholz zimmerten sie eine Ruhebank, ein Insektenhotel und mehrere Vogelnistkästen. Dazu kommt eine Bienenwiese, damit die Insekten auch Nahrung finden. Auf die Idee mit der Bank brachte Wildenauer seine ehemalige Nachbarin Theresia Meckl, die einmal den Wunsch äußerte: „Jetzt fehlt nur noch ein Bankerl.“ Dieser Wunsch wurde umgehend in die Tat umgesetzt. Leider erlebte die über 90-Jährige dieses Geschenk nicht mehr.














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