Stulln
14.12.2018 - 16:35 Uhr

"Bläide Kouh" statt "Let ist snow" im Advent

Ein Rotzlöffel ist laut Definition vor allem frech. Die gleichnamige Band macht ihrem Namen jetzt mit Parodien auf Weihnachtslieder alle Ehre. Aus einem sehnsüchtigen Wunsch nach Schnee wird ein ehelicher Zwist mit Alkoholbeteiligung.

Spaß muss sein, auch im Advent – meinen die „Rotzlöffl“. Die vier Oberpfälzer texten Lieder aus dem Englischen um auf Bayerisch. Bild: exb/Rotzlöffl
Spaß muss sein, auch im Advent – meinen die „Rotzlöffl“. Die vier Oberpfälzer texten Lieder aus dem Englischen um auf Bayerisch.

"Auf guad Bayrisch" will die Band weihnachtliche Klänge servieren und hat sich deshalb zu jedem Adventssonntag einen ganz speziellen Song ausgedacht. Die Melodie ist bekannt, der Text kommt ursprünglich aus dem englischen Sprachraum und huldigt der besinnlichen Weihnachtszeit. Mit Besinnlichkeit hat die bayerische Version der Band "Rotzlöffel" aber wenig zu tun, eher schon mit Bier, zu viel Bier.

Das trifft jedenfalls auf den jüngsten Hit "Bläide Kouh" zu, wo sich das Bayerische perfekt in die Melodie von "Let it snow" fügt. Doch statt um Schnee geht es um ein "Weiberts", das schreit, weil der Gatte "haubitznvull" ist. Und so reimt sich die "Kouh" auch idealerweise auf "lou ma mei Rouh".

Für die Band mit Christoph Plank, David Sorgenfrei, Sandro Augustin und Matthias (Matze) Zimmerer ist das adventliche Kontrastprogramm nur eine logische Konsequenz. "Wir sind ja auch das ganze Jahr recht spitzzüngig unterwegs", merkt Christoph Plank an, "da war es klar, dass wir auch in der staden Zeit rotzlöfflartig etwas machen". Damit sich so etwas nicht zu schnell abnutzt, haben sich die Bandmitglieder, die eine Tour heuer sogar bis nach Brasilien geführt hat, gleich mehrere Klassiker der Adventszeit vorgenommen. Dem ersten Adventsonntag haben sie mit ihrer Version von Jingle Bells" eine heitere Note verpasst: "Gschwind a Hell's" schmettern sie da im Takt und mit der Bierflasche in der Hand. Diese Parodie hat bereits im vergangenen Jahr erfolgreich in den sozialen Medien die Runde gemacht. Jetzt gibt es noch mehr.

"Die Texte entstehen in Teamwork", berichtet Christoph Plank aus Stulln, "jeder hat eine gute Idee, wir tragen einfach alles zusammen". Das nächste "Opfer" aus dem Repertoire der weihnachtlichen Ohrwürmer steht bereits fest. Eine freche, bayerische Version von "Santa Claus is coming to Town" wird es sein, die pünktlich zum dritten Adventsonntag die Gemüter erheitern soll.

Die Melodie für den vierten Advent haben die vier Musiker aus Stulln, Etzenricht, Pirk und Neunburg vorm Wald ebenfalls bereits ausgewählt. Dann kann sich das "Halleluja" von Pentatonix auf etwas gefasst machen. Die Vorarbeit für die Songs mit dem nicht gerade adventlichen Inhalt läuft schon länger. Spezielle Buchungen für Weihnachtsfeiern sind bei der Band "Rotzlöffl" aber noch nicht eingegangen. Christoph Plank kann sich das im Augenblick auch nicht vorstellen: "Das muss dann schon eine extrem lustige Veranstaltung sein."

 
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