Auf dem Friedhof der Gemeinde Stulln gibt es derzeit verschiedene Bestattungsmöglichkeiten. Bürgermeister Christoph Scharf teilte in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause mit, dass dazu Sarg- und Urnenbestattungen in Einzel- oder Doppelgräbern gehören. Seit 2007 sind auch Urnenbestattungen in der Urnenwand möglich, seit 2021 zudem in Erdrohrsystemen im Urnengarten. Die Hinterbliebenen bevorzugen zunehmend Urnenerdbestattungen. Die Nachfrage nach klassischen Erdgräbern für Sargbestattungen seien rückläufig. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der aufgegebenen Gräber. Die Entwicklung geht deutlich zur Urnenbestattung, stellte der Bürgermeister fest.
Von den 18 Urnenerdgräbern im neuen Friedhof sind nur noch zwei Grabstellen frei. Daher beschloss der Gemeinderat, weitere Urnengrabstellen anzulegen. Diese befinden sich im alten Friedhofsteil entlang der Friedhofsmauer zwischen den Grabstellen A 18 und A 22 (Platz für acht Grabstellen) sowie in der Nähe des Friedhofskreuzes zwischen den Grabstellen A 141 und A 145 (Platz für sechs Grabstellen).
In den weiteren Tagesordnungspunkten behandelte der Gemeinderat ausschließlich Bauanträge privater Bauherren. Die Firma Esy-labs GmbH beantragt eine Nutzungsänderung einer Lagerhalle der ehemaligen Flurchemie Stulln zur Zinkelektrolyse. Die Gemeinde Stulln hat ihr Einverständnis zur Errichtung einer Pilotanlage gegeben. In der bestehenden Halle soll die elektrolytische Abscheidung von Zink aus Reststoffen von Feuerverzinkereien durch die Firma Esy-labs GmbH erprobt werden. Einer späteren Ausweitung des Produktionsvolumens auf bis zu 300 Tonnen im Jahr wurde ebenfalls zugestimmt. Der Bürgermeister hofft, dass sich dadurch wieder ein Industriebetrieb auf dem stillgelegten Gelände ansiedelt.
Im nächsten Bauantrag ist die Errichtung eines Fischverarbeitungscontainers in Säulnhof auf dem Tevo-Gelände geplant. Laut Betriebsbeschreibung ist das Gebäude zum Schlachten von Fischen gemäß der EU-Schlachtverordnung erforderlich. Für das Vorhaben liegt eine Privilegierung nach dem Baugesetzbuch vor. Der Gemeinderat erteilte dazu sein Einvernehmen.
Ein Bauherr beabsichtigt im Kornweg 4 in Stulln die Errichtung eines Geräteschuppens und benötigt hierfür eine Ausnahmegenehmigung vom Bebauungsplan, da die Baugrenzen überschritten werden. Der Gemeinderat stimmte der Ausnahmegenehmigung für den Bebauungsplan „Wiesenweg II“ zu. Unter dem Punkt „Bekanntgaben“teilte Bürgermeister Scharf dem Gemeinderat mit, dass die nächste Bürgerversammlung am 15. Oktober um 19 Uhr im Gasthaus Bodensteiner stattfindet. Anträge zur Bürgerversammlung können bis spätestens 2. Oktober per Post oder E-Mail an info[at]schwarzenfeld[dot]de bei der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld eingereicht werden. Weiter gab der Bürgermeister bekannt, dass der Abbruch des Schmal-Hauses abgeschlossen ist. Seit Freitag letzter Woche laufen die Abbrucharbeiten der Blechgaragen am Sportplatz. In der letzten Sitzung des Gemeinderates regte Gemeinderätin Anja Obermeier an, entlang der Straße von Brensdorf nach Wölsendorf eine Bankettbefestigung mit Rasengittersteinen anzulegen. Wie der Bürgermeister mitteilte, wurden diese Arbeiten zwischenzeitlich ausgeführt.




















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