24.06.2018 - 11:12 Uhr
StullnOberpfalz

Für Bauten, gegen Spiegel

Mehrere Baugesuche liegen dem Gemeinderat zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vor. Die Anbringung von zwei Verkehrsspiegeln lehnt das Gremium ab.

Die Anfrage zur Anbringung eines Verkehrsspiegels im Bereich Schulstraße/Einmündung Bachstraße wurde an die Gemeinde herangetragen. Die Überprüfung durch die Fachstellen während einer Verkehrsschau brachte als Ergebnis: Von der Aufstellung wird abgeraten. Zur Verbesserung der Situation trägt der Bauhof in der Bachstraße (Vordergrund) eine Fahrbahnmarkierung auf.

Die Gesellschaft Deutsche Funkturm (DFMG), Planung Region Süd/Nürnberg, beantragte den Neubau eines 40 Meter hohen Schleuderbetonmastes mit optionalem sechs Meter Aufsatzmast einschließlich eines Technikschrankes auf einem Grundstück südöstlich von Brensdorf, erklärte Bürgermeister Hans Prechtl. Im Flächennutzungsplan ist dieser Bereich als Areal für die Landwirtschaft dargestellt.

Mast zulässig

Wegen der Lage im Überschwemmungsgebiet der Naab soll zum Schutz der Technik ein Erdwall errichtet werden. Aufgrund der Höhe ist ein Genehmigungsverfahren als Sonderbau erforderlich. Mobilfunksendeanlagen, so Prechtl, sind als privilegiertes Außenbereichsvorhaben bauplanungsmäßig zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen. Die Erschließung ist gesichert.

Der Antrag auf Vorbescheid von Josef Wilhelm zum Neubau von Gerätelager und Maschinengarage mit einer Fläche von rund 85 Quadratmetern als Grenzbebauung zum Ochsenbach am Lissenthaner Weg stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Das Bauvorhaben ist als privilegiert zu betrachten. Das gemeindliche Einvernehmen wird erteilt. Der Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes ist eine besondere Bedeutung beizumessen.

Befürwortete Anträge

Als weitere Bauanträge lagen zur Behandlung vor: Von den Eheleuten Uta und Manfred Prechtl, Am Leitenweg 23, auf Neubau eines Nebengebäudes mit drei Fertigteilgaragen mit einer Grundfläche von circa 16 Quadratmetern. Für die vier Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes wird die Befreiung erteilt. Von Stefanie und Christoph Hilz auf Fertigstellung eines bestehendes Wohnhauses, Brensdorf 17. In der Sitzung am 21.Februar 1978 stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag von Michael Bronold (Brensdorf) zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage ohne Vorbehalt zu. Das Landratsamt genehmigte mit Bescheid vom 23. Mai 1978 die Maßnahme. Beantragt wird nun die Fertigstellung.

Ein weiterer Antrag kam von Stefan Fick auf Abgrabung zur Schaffung von Retentionsraum nordöstlich von Brensdorf für das Vorhaben "Neubau eines Milchvieh-Laufstalles mit Güllebehältern". Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium in der Januar-Sitzung 2018. Die Bebauung befindet sich im Bereich des berechneten hundertjährlichen .Hochwassers. Die Abtragungsfläche umfasst 2380 Quadratmeter, und 955 Kubikmeter werden entnommen. Nach Abschluss der Maßnahme ist wieder eine Nutzung als Grünland vorgesehen. Auch für die Flächenversiegelung durch das Stallgebäude und die Umfahrung ist eine Flächenausgleichsregelung erforderlich.

Adolf Nachtmann beantragte die Errichtung eines Schuppens im Waldweg 4. Mit dem Bauvorhaben besteht Einverständnis. Der Bürgermeister wird zur Vermeidung zeitlicher Verzögerungen ermächtigt, nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen den Bauantrag als Angelegenheit der laufenden Verwaltung zu behandeln. Josef Nachtmann nahm wegen persönlicher Beteiligung an Beratung und Abstimmung nicht teil. Alle notwendigen Nachbarunterschriften lagen auf den eingereichten Planungsunterlagen vor. Der Gemeinderat erteilte allen Anträgen das gemeindliche Einvernehmen ohne Gegenvotum.

Anderweitig lösen

Zwei Anfragen bezogen sich auf die Anbringung von Verkehrsspiegeln durch die Gemeinde, gab Prechtl bekannt: Im Bereich Siedlungsweg/Einmündung Haberstrohstraße sowie Schulstraße/Einmündung Bachstraße. Die Prüfung beider Situationen durch die Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt Schwandorf, die Polizei und den Verkehrssachbearbeiter bei der Polizei in Nabburg brachte als Ergebnis: In beiden Fällen wird von der Anbringung eines Verkehrsspiegels abgeraten.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation bringt der Bauhof in der Bachstraße eine Fahrbahnmarkierung an. Der Rückschnitt überhängender Hecken im Siedlungsweg erzielte bereits eine Sichtverbesserung im Kreuzungsbereich. In diesem Zusammenhang regte Josef Nachtmann an, in beiden Einmündungsbereichen des Siedlungsweges "Tempo 30" auf der Fahrbahn aufzutragen.

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