10.04.2019 - 10:32 Uhr
StullnOberpfalz

Fusion der Knappen noch nicht in greifbarer Nähe

Der Bergknappenverein Stulln/Schwarzenfeld und der Knappenverein "Marienschacht Wölsendorf" denken an Fusion. Schrittweise wollen sich beide Vereine nach Möglichkeit durch gemeinsame Unternehmungen näherkommen.

Bürgermeister Hans Prechtl (Mitte/Stulln) und Amtskollege Manfred Rodde (links/Schwarzenfeld) gratulierten der Vorstandschaft des Bergknappenvereins Stulln/Schwarzenfeld zur Wahl (von links): Uwe Schröder, Helga Wisneth, Johannes Heinrich /Stellvertreter). Jürgen Ferschl (Vorsitzender), Klaus Zühlke, Johann Müller, Josef Heinrich und Siegfried Schader.
von Herbert RohrwildProfil

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Bodensteiner wies Vorsitzender Jürgen Ferschl darauf hin, die Knappen hätten sich aktiv beteiligt an bergmännischen, kirchlichen und kommunalen Veranstaltungen: darunter der Deutsche Bergmannstag in Essen/Bochum, die Fahrt nach Görlitz mit dem Landkreis Schwandorf, die Mettenschicht auf dem Gelände der Grube Erna, die Barbarafeier sowie das Rorate in der Dionyskirche in Schwarzenfeld, die Knappenwallfahrt nach Altötting und die Teilnahme am Volkstrauertag. Die regelmäßigen Stammtische werden angenommen.

Durch die fünf Todesfälle und zwei Neuaufnahmen zählt der Verein 143 Mitglieder in seinen Reihen, das Durchschnittsalter liegt bei 61,5 Jahren. In drei Ausschusssitzungen legten die Teilnehmer das Programm fest und erörterten interne Angelegenheiten: die Restaurierung der Fahne, den Abschluss der Instandsetzung der Grubenlok und die Fusion mit dem Nachbarn, dem Knappenverein Wölsendorf. Die beiden Gespräche - im Landratsamt Schwandorf und im Sitzungssaal Schwarzenfeld - führten noch nicht zu einem Ergebnis. Gemeinsame Aktionen sollen aber das allmähliche Zusammenwachsen fördern.

Ergebnis der Wahlen

Wegen beruflicher Verhinderung von Schatzmeister Matthias Heinrich trug Vorsitzender Jürgen Ferschl den Kassenbericht vor und dankte allen Spendern. Revisorin Brigitte Neudecker bestätigte eine saubere Kassenführung ohne Beanstandungen und ihr Antrag auf Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft erhielt das eindeutige Votum.

Unter der Leitung von Bürgermeister Hans Prechtl lief die Wahl zügig ab und erbrachte folgendes Ergebnis. Jürgen Ferschl führt weiterhin mit Stellvertreter Johannes Heinrich den Bergknappenverein Stulln/Schwarzenfeld. Amtierender Schriftführer Uwe Schröder stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Der Vorsitzende dankte dem Scheidenden für die herausragende Arbeit. Trotz Vorgespräche konnte kein Ersatz gefunden. Da sich auch kein Versammlungsteilnehmer zur Verfügung stellte, bleibt die Position vorläufig unbesetzt.

Die Kassengeschäfte führt Matthias Heinrich. Die finanzielle Abwicklung überprüfen Brigitte Neudecker und Johann Vetter. Andreas Singer trägt die Fahne. Als Beisitzer amtieren: Josef Heinrich, Johann Müller, Siegfried Schader, Uwe Schröder, Helga Wisneth, Klaus Zühlke und Ehrenvorstand Wilhelm Hauser.

Bürgermeister Hans Prechtl sprach auch im Namen seines Amtskollegen Manfred Rodde von Schwarzenfeld den Dank für das würdige Vertreten der beiden Kommunen bei Veranstaltungen aus. Einzigartig auch das Herauswachsen und Entstehen des Knappenvereins aus einer gemeinsamen Berufsausübung. Dieser Umstand schweißte die Kumpel eng zusammen. Für die ansprechende Gestaltung des Standortes vor dem Gemeindezentrum mit einer gläsernen Überdachung für die langfristige Sicherung der Grubenlok nahm die Gemeinde Geld in die Hand. Sein Dank galt der Fluorchemie Stulln und dem Bergknappenverein Stulln/Schwarzenfeld für die Aufrechterhaltung der bergmännischen Tradition. In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Gemeinde soll die Bedeutung des bergbaugeschichtlichen Symbols herausgestellt werden, merkte der Bürgermeister abschließend an.

Ausblick

In seinem Ausblick auf 2019 verwies Vorsitzender Jürgen Ferschl auf folgende Veranstaltungen: Bayerischer Knappentag in Peißenberg am 23. Juni, das Bürgerfest (6. und 7. Juni), das Herbstfest des Knappenvereins Wölsendorf (3. Oktober) und die Barbarafeier (1. Dezember).

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