19.08.2020 - 11:55 Uhr
StullnOberpfalz

Gemeinde Stulln verdoppelt Zuschuss für das Tierheim

Die Corona-Krise macht auch dem Tierschutzverein Stadt und Landkreis Schwandorf als Betreiber des Tierheims in der Großen Kreisstadt schwer zu schaffen. Die Gemeinde Stulln wird dem Verein nun kräftig unter die Arme greifen.

Bislang zahlt die Gemeinde einen jährlichen Beitrag in Höhe von 50 Cent pro Einwohner an das Tierheim. Diese Summe wird nun verdoppelt.
von Herbert RohrwildProfil

Wie Bürgermeister Hans Prechtl bei der Gemeinderatssitzung berichtete, habe der Tierschutzverein Stadt und Landkreis Schwandorf bei der Bürgermeisterdienstversammlung in Neunburg vorm Wald über seine Arbeit und die vielen ehrenamtlichen Leistungen informiert. Auch der Verein ist von der Corona-Pandemie betroffen: Diverse Veranstaltungen mussten abgesagt werden, die privaten Spenden gehen zurück und die Kosten steigen an. Inzwischen sind die Hälfte aller Tiere im Tierheim Fundtiere.

Der Gemeinderat beschloss im Jahr 2012, dem Verein jedes Jahr eine Pauschale von 50 Cent je Einwohner zu zahlen. Ab diesem Zeitpunkt wurden Fundtiere aus dem Gemeindegebiet Stulln durch diese Einrichtung versorgt. Vertragsgemäß erfolgte für das Jahr 2020 auf der Basis von 1647 Einwohnern eine Zahlung in Höhe von 823,50 Euro.

Das Tierheim braucht Hilfe: Hier geht es zum Artikel

Schwandorf

Im Gemeinderat herrschte nun die Auffassung, diese Sätze anzupassen. Das Gremium beschloss, die Pauschale ab dem Jahr 2021 auf 1 Euro pro Einwohner anzuheben. Außerdem wird die Kommune für dieses Jahr eine Nachzahlung in Höhe von 823,50 Euro leisten, was – zusammen mit der bereits gezahlten Summe – einem Betrag von 1 Euro je Einwohner entspricht.

Spende an den Verein

In diesem Zusammenhang plädierte Dritter Bürgermeister Thomas Pröls für eine einmalige Spende an den Verein als Motivation für andere Gemeinden. Das Plenum gewährt eine freiwillige Zuwendung in Höhe von 800 Euro. Dieser einmalige Betrag sei auch eine Anerkennung für die Leistung des Tierheims, merkte Bürgermeister Hans Prechtl an.

Ein weiteres Thema der Gemeinderatssitzung war der Antrag der Kommunalen Wählergruppe zur notwendigen Ausbesserung des Straßenbankettes im „Roten Weg“. Bereits im Mai 2015, schilderte Bürgermeister Prechtl, habe der Gemeinderat beschlossen, den zerstörten Belag der drei Meter breiten Straße auf circa 360 Quadratmetern zu sanieren. Die fehlende eindeutige Zuordnung des Straßenstücks als Gemeindeverbindungsstraße oder Feld- und Waldweg sowie die eventuelle Überbauung von Privatgrund führten zur Aufschiebung.

„Technisch gesehen ist eine Befestigung der Bankette eine gute Sache, da die jährlichen Erneuerungen entfallen“, gab Prechtl zu verstehen. Die Gesamtkosten können sich zwischen 45 000 und 70 000 Euro bewegen. Aber: Ein nachträglicher Einbau der Oberbauverstärkung führe zu einem rund zehn Zentimeter hohen Absatz zum Bankett und sei keine technisch sinnvolle Lösung.

Künftig eine Einbahnstraße?

Stattdessen schlug Prechtl vor, für den sogenannten „Roten Weg“ eine dauerhafte Einbahnstraßenregelung von Stulln in Richtung Säulnhof zu schaffen. Wer in Richtung Stulln fährt, müsste bei dieser Lösung bis Grafenricht weiterfahren und könnte dann nach links in Richtung Stulln abbiegen.

„Diese Lösung ist absolut richtig, Das blöde Eck muss dringend entschärft werden.“, unterstrich Zweiter Bürgermeister Thomas Rohrwild auch angesichts der Unfallgefahr in diesem Bereich. Die beabsichtigte Alternative sollte in der nächsten Verkehrsschau thematisiert werden, war der allgemeine Tenor. Alternativ beschloss das Gremium, die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Nabburg und Stulln ab dem Lagerplatz bis zum Bahngleis mit Rasengittersteinen zu befestigen.

Größtenteils benutzen Fahrzeuglenker von Säulnhof kommend nach Stulln den so genannten „Roten Weg“. Für das Linksabbiegen in die Staatsstraße stelle dieses Eck eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle dar. Die Möglichkeit einer Einbahnstraßenregelung in westlicher Richtung soll bei einer Verkehrsschau geprüft werden.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.