Bei sanftem Glockenklang ziehen die sechs Musiker ein und spielen sich auf der Bühne kurz auf ihren Instrumenten warm. Ihr wisst niat, auf wos ihr eich einlasst", schickt Bandleader Val Dasch voraus. Humorvoll, witzig, hintergründig und anschaulich moderiert der Sprecher jeweils die Vorgeschichte der aus dem Leben gegriffenen Lieder im bayerischen Dialekt.
"1, 2, 3-samkeit" ist eine schrille Nummer. Die Musik geht durch Mark und Bein. Bei allen Darbietungen ist Sängerin Kathrin Nagy mit ihrer routinierten, ausgebildeten, hingebungsvollen, ja bisweilen herzzerreißenden Stimme ein tragendes Element. Mit "Yvonne, du wuide Kua" wird dann die lange Suche nach den Entlaufenen auf die Schippe genommen. Die bayerische Mundart ist auch wegen der bisweilen schnellen Textfolge für einen Oberpfälzer akustisch nicht immer leicht zu verstehen.
Ob "Noglnei", Edelweißscheiß", Größenwahn", "Kaffa", "Globt wearn", "Kreissog", "Da zwoadde Frühling" und "Auf ewig bis ma stirbt" - um nur einige Titel des Albums zu nennen -, die Songs greifen Themen aus dem Alltag auf. Sie sind manchmal unangenehm. Man hat Angst, darüber zu sprechen. Die Musik ist ungewöhnlich, geht nicht leicht ins Ohr. Aber das Lied "Unterm Rosenstock" besticht durch weiche, sanfte einfühlsame Klänge. Sängerin Kathrin Nagy glänzt mit ihrer Gospelstimme.
Die fast ausschließlichen Hobbymusiker - sie spielen seit 2015 in dieser Formation - beherrschen ihre Instrumente, tragen die eigenen Kompositionen differenziert, aber als kompaktes Klangbild an die Zuhörer heran. Nach einer "Gewöhnungsphase" springt der Funke über. Der Schlussapplaus und die Zugaberufe sprechen für einen gelungenen Konzertabend.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.