22.02.2019 - 15:19 Uhr
StullnOberpfalz

Mit Mauer gegen Hochwasser

Das Thema ist mehrfach behandelt worden, die betroffenen Bürger sind einbezogen. Auf dieser Basis beschließt der Gemeinderat den Hochwasserschutz für Brensdorf weiterzuverfolgen – in Form einer Mauer.

Die Detailplanung für den Hochwasserschutz Brensdorf mit der favorisierten Variante „Mauer“ als Schutzmaßnahme wird weiterverfolgt. Vom Straßenniveau aus beträgt ihre Höhe etwa 1,20 Meter.
von Herbert RohrwildProfil

In drei Teilbürgerversammlungen informieren der Gemeinderat Stulln in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden und der Ingenieurgesellschaft Kubens die Anwohner von Brensdorf über den Hochwasserschutz. Das Gremium fällte nun eine klare Entscheidung.

Die Vorstellung der Ergebnisse der Vorplanung für den Ortsteil Brensdorf im September 2018, so Bürgermeister Hans Prechtl, sollte dazu dienen, aus den angebotenen Möglichkeiten eine Vorzugsvariante zu finden. In dieser Versammlung war für eine favorisierte Lösung aber keine eindeutige Richtung zu erkennen. Zur Veranschaulichung beider Hochwasserschutz-Varianten - Mauer und deich - steckte das WWA Weiden als Hilfestellung zur Entscheidungsfindung vor Ort den Bereich ab.

Bei der letzten Teilbürgerversammlung Ende Januar 2019 im Sitzungssaal des .Rathauses Schwarzenfeld - auch acht Gemeinderäte waren anwesend - sollte endgültig das Stimmungsbild eingefangen werden. Als Vorzugslösung wurde eine Hochwasserschutzmauer vorgestellt. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Teilbürgerversammlungen war von den anwesenden Bewohnern eine grundsätzliche Akzeptanz der Vorzugslösung "Mauer" zu erkennen, erklärte Prechtl.

"Aufhören oder Weitermachen lautet die Devise", verdeutlichte der Bürgermeister. Aus dem Hochwasserrisikomanagement im Naabtal von Wernberg-Köblitz bis Burglengenfeld ist bis heute kein Ausstieg einer Kommune zu erkennen, merkte Prechtl an. Die Planung kostet Geld. Für die Grundlagenfassung fielen bis jetzt 22 000 Euro an. Von Gesamtkosten der Detailplanung in Höhe von 180 000 Euro trägt die Gemeinde ein Drittel - nämlich 60 000 Euro. Hinsichtlich des notwendigen Grundes liegt der Großteil im gemeindlichen Besitz.

Bürgermeister Hans Prechtl verlas ein Schreiben eines von der Maßnahme betroffenen Ehepaares - wohnhaft unweit der Bahnstrecke Hof -Regensburg - mit der Bitte, bei diesem Vorhaben den Erhalt des Bahnübergangs südlich von Brensdorf in die Planung einzubeziehen. Hochwasserschutz ist eine Pflichtaufgabe des Freistaates Bayern, während die Elektrifizierung der Bahnstrecke im Kompetenzbereich des Bundes liege. Aber die Gemeinde wird dieses Anliegen verfolgen, versicherte der Bürgermeister. Ausdrücklich bedankte sich das Ehepaar im Schreiben für das Engagement der Gemeinde im Hochwasserschutz. Von seiten der Zuhörer gab es nur eine Wortmeldung hinsichtlich der Behandlung einzelner Situationen. Hier gelte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, gab der Bürgermeister zu verstehen.

Der Beschlussvorschlag, dass der Hochwasserschutz für den Ortsteil Brensdorf auf der Grundlage der vorgestellten Vorplanung vom 30. Januar 2019 mit der Variante Mauer weiterverfolgt wird, erhielt das einstimmige Votum des Gemeinderats Stulln.

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