11.10.2019 - 15:35 Uhr
StullnOberpfalz

Rechtzeitig Hilfe bei Demenz holen

Zahlreiche Aktionen in allen Regierungsbezirken fanden im Zuge der ersten Bayerischen Demenzwoche statt. Die Veranstaltungen zielen darauf ab, die Bevölkerung landesweit für das Thema "Demenz" zu sensibilisieren.

Sozialpädagogin Petra Ihring sprach auf Einladung des Seniorenkreises über Demenz.
von Herbert RohrwildProfil

Der Seniorenkreis Stulln lud in diesem Zug Petra Ihring vom Kreis-Caritasverband Schwandorf als Referentin ins Pfarrheim ein.

Im Beisein von Pfarrvikar Joseph Kokkoth freute sich Vorsitzender Helmut Kramer über den guten Besuch und gab eine kurze Einführung. Die Sozialpädagogin hatte zwei DVDs zur Problematik im Gepäck. Die beiden Filme sollten zunächst unkommentiert ablaufen und auf die Besucher einwirken. Der erste Kurzfilm "Vom Fuchs, der seinen Verstand verlor" erzählte humorvoll, behutsam und bedacht vom Schicksal des alten Fuchses, der sich in seinem vertrauten Umfeld nicht mehr zurechtfindet. Der sprichwörtlich schlaue Fuchs wird im Alter allmählich wunderlich, verliert den Verstand, bleibt aber mit all seinen Eigenschaften er selbst. Der rothaarige Vierbeiner vergisst das Notwendige zum Überleben. Aber die jungen Füchse stehen mit all dem bei, was sie von ihm gelernt haben. Schwierigkeiten können überwunden werden, wenn man nicht alleine ist: So lautete das Resümee.

Der Film "Apfelsinen in Omas Kleiderschrank" zeigt aus der Sicht des Enkels Daniel das schleichende Fortschreiten der Demenz mit dem Verlust der Alltagskompetenz und den vielen Erschwernissen für die Familie im gemeinsamen Haushalt. Auch die Kontakte zur Nachbarschaft und den regelmäßigen Besuch einer Betreuungsgruppe beobachtet der einfühlsame 16-Jährige und meint verständnisvoll: "Oma kann nichts dafür."

Die Referentin gab in der Aussprache anschließend den Rat, rechtzeitig Hilfe zu holen und verwies auf "Denis", das Demenz-Netzwerk im Landkreis Schwandorf. "Ich hoffe, dass Sie mich nicht brauchen, aber wenn Sie mich brauchen, dann wenden Sie sich an mich", sagte Referentin Petra Ihring abschließend.

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