33 Gruppen, 1100 Teilnehmer und 7000 Besucher: Am Sonntag wurde die 1700 Einwohner zählende Ortschaft Stulln ihrem Ruf als Faschingshauptstadt im Landkreis wieder gerecht. Bereits eine Stunde vor Beginn war der Ort abgeriegelt. Ordner wiesen den Besuchern Parkplätze zu. Seit 2006, also seit nunmehr 20 Jahren, ist der örtliche Turn- und Sportverein Ausrichter des Faschingszuges. Mehrere tausend Gäste säumten auch heuer die Partymeile und ließen sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken.
Themenwägen als Markenzeichen
Das Markenzeichen des Stullner Faschingszuges sind die aufwendig geschmückten Themenwägen, die sich in einem Rundkurs vom Lissenthaner Weg über die Haupt-, Kirch- und Schulstraße wieder zurück zum Ausgangspunkt bewegen. Das erprobte Sicherheitskonzept von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften und Gemeinde griff auch diesmal. Ordner sorgten für den ausreichenden Abstand zu den Wägen.
Mit dem Schlachtruf „Stulln – schluck auf“ stieg die Faschingsgesellschaft Stulln in den Zug. Die Apachen aus Hohentreswitz waren mit ihren hölzernen Pferden herangeritten. Über Rom, den Olymp und „Kemad am Bucberg“ gelangten Asterix und Obelix nach Stulln. Weil die Gemeinde den Hochwasserschutz nicht in den Griff bekommt, wappnen sich die Bewohner des Ortsteils Brensdorf selbst gegen die drohende Gefahr und richten einen Bootsverkehr ein. Und den Ort taufen sie um in „Brenedig“.
Im Dreirad nach Grönland
Während eine Gruppe von Grönländerinnen in Stulln um Asyl bat, machten sich Dreiradfahrer aus Bayern dorthin auf, um die Insel einzunehmen. Die Magier Siegfried und Roy kehrten mit ihren weißen Tigern zurück auf die Showbühne und trafen dort auf die „GigAntn" und die Jongleure um Sepp Schabernak sowie die Künstler des Zirkus Bacardi. Stark vertreten waren Gruppen der Katholischen Landjugendbewegung. Die Stullner Ortsgruppe feiert im Juni das 60-jährige Bestehen. Die Pentinger Hütte warb für „Freiwillige“ und präsentierte den Bundeswehrnachwuchs in neuem Outfit.
Von den Wägen dröhnte laute Musik. Nach dem Faschingszug war noch lange nicht Schluss – die närrische Sause ging im Partyzelt am Dammweg und in den örtlichen Gaststätten weiter. Dort spielte Musik, natürlich gab es auch Speisen und Getränke.































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